- Text: Elisabeth Nagy & Patrick Heidmann
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KINO FÜR DIE OHREN
Auf "Walk the Line" (SonyBMG) singen Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon die großen Songs von Johnny Cash und June Carter wie " Ring Of Fire" oder "Wildwood Flower" selbst. Sie kommen an die Originale nicht heran, sind aber trotzdem eindrucksvoll. Als Bonus gibt es auch Videomaterial. Derweil gibt es zu Sally Potters "Yes" (Decca) Eklektisches aus Blues, Latin, Traditional und Klassik, inklusive Chopin und BB King - sehr zu empfehlen.
John Williams epische Musik zu "Memoirs of a Geisha" (Sony Classical) ist von intimer Schönheit. Er arbeitet mit einem großen Orchester, mit berühmten Solisten wie Yo-Yo Ma und Itzhak Perlman. Als futuristischer Elektroklangteppich funktioniert dagegen Graeme Revells Score zu "Aeon Flux" (Varèse Sarabande/ Colosseum), der aber nur Accessoire der Ausstattung bleibt. Ebenso überraschend und passend schließlich der typische Thomas Newman-Klang von "Jarhead" (Decca), der sich mit Bobby McFerrins "Don´t Worry Be Happy" und Songs Public Enemy und Tom Waits mischt.
Längst nicht mit der großartigen Serie mithalten kann allerdings die Musik zu "Desperate Housewives" (Hollywood/ EMI): überwiegend langweiliger Hausefrauen-Pop von Shania Twain, Joss Stone und Gloria Estefan. Dann doch lieber "Prime - Couchgeflüster" (Varèse Sarabande/ Colosseum), wo Rufus Wainwright, Le Tigre, Duke Ellington oder Daniel Merriweather eine betörende Mischung abgeben.
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Gleich zwei CDs gibt's zu "The Chronicles of Narnia" (Walt Disney/ EMI): einmal die Fantasy-gerechte Fimmusik von Harry Gregson-Williams samt der Alanis Morissette-Hymne "Wunderkind" und außerdem eine verzichtbare, religiös-angehauchte Sammlung von Songs, die der Film inspiriert hat.
Dann lieber Mychael Dannas exquisiter Orchester-Score zu "Where the Truth Lies" (Varèse Sarabande/ Colosseum). Oder die Musik zu "Stay" (Varèse Sarabande/ Colosseum), hinter der das Elektro-Kollektiv Asche & Spencer steckt - anfangs minimalistisch und sperrig, dann immer faszinierender.
