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  • Text: Elisabeth Nagy & Patrick Heidmann
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KINO FÜR DIE OHREN


Im Thriller "Entgleist - Derailed" (SPV) spielt HipHopper RZA eine bedeutende Nebenrolle und zeichnet obendrein als Produzent des Soundtracks verantwortlich: Jede Menge Urban Music und R'n'B von noch zu entdeckende Talenten wie Rulah Rah, Grayson Hill und Maurice. Für den neuen Spielberg "München" (Decca) war wie gewohnt Komponist John Williams zuständig. Eindringlich und recht melancholisch ist der Score, der den Zuschauer durch die Geschichte der Hauptakteure leitet. Die Handlungsstränge von "Syriana" (Sony BMG) sind dagegen so kompliziert verwoben, dass der Zuschauer die Musik kaum wahrnimmt. Alexandre Desplats streckenweise hypnotisierender Score offenbart sich in mehreren Schichten und fordert Aufmerksamkeit. Für "Casanova" (EMI) schrieb er übrigens auch die Musik, doch die CD präsentiert eher Klassisches von Händel,Vivaldi und Co.
Angesagt wie nie ist im Kino gerade Country, denn tatsächlich hat dieses verrufene Genre wunderschöne Songs zu bieten. Für "Transamerica" (Nettwerk) etwa hat Dolly Parton eigens "Travellin' Thru" komponiert, und auf "Brokeback Mountain" (Verve/ Universal) gibt es neben "A Love That Will Never Grow Old" von Emmylou Harris auch alte Klassiker, neu interpretiert von Legenden wie Willie Nelson und Linda Ronstadt. Höchst pathetisch und allzu üppig sind dagegen die Orchesterklänge, die "Titanic"-Komponist James Horner für "The New World" (Edel Contraire) aus dem Ärmel geschüttelt hat, inklusive einer dionesken Kitsch-Ballade. Und auch die Musik, mit der Martin Todsharow "Elementarteilchen" (Normal) untermalt hat, ist leider nicht weiter der Rede wert. Dann doch lieber "CSI: Miami" (Universal), wo es neben dem Opener von The Who wahllose, aber schöne Songs von Oasis, Lamb, Massive Attack und anderen gibt.


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