- Text: Elisabeth Nagy & Patrick Heidmann
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KINO FÜR DIE OHREN
In "The Sentinel" (Varèse Sarabande/Colosseum) begleitet Christophe Beck das Katz- und Maus-Spiel mit hypernervösen Soundstrukturen. Seine Elektro-Klangwelt korrespondiert mit der technisch hochfrisierten Handlung, doch ohne die Bilder verliert sich die Musik. Der Score zu "Mission: Impossible III" (Varèse Sarabande/Colosseum) gehört zum gleichen Genre. Mit Regisseur J.J. Abrams kam auch dessen "Alias"-Komponist Michael Giacchino, doch dem angespannten Action-Tempo mag man kaum über die ganze Albumlänge folgen - und die Single von Kanye West sucht man vergeblich. In "Mrs. Henderson Presents" (Sony BMG) beschenkt George Fenton uns mit einem Musical, der Score verschmilzt mit den Songs der Ära - und funktioniert auch ohne die Bilder gut. Das gilt auch für "Dance! - Take the Lead" (Universal). Wie im Film mixen sich HipHop mit Tango und Swing. Bone Thugs-N-Harmony und die Black Eyed Peas geben das Tempo vor und der Funken springt über.
Ebenfalls eine tolle Party: "Dave Chappelle's Block Party" (UMIS). Bei uns nur auf der Berlinale, in den USA gefeiert: der wunderbare Komiker zieht um die Häuser und Erykah Badu, Jill Scott, Mos Def und The Roots feiern mit. Eher eine merkwürdige Mischung, aber immerhin filmbezogen ist dagegen "FC Venus" (Universal), mit Hits von Rosenstolz, The Cardigans, Deichkind, Bosshoss und allerlei Füllmaterial. Belanglose Songs (von Lifehouse und Everlife) gibt's auch auf "The Wild" (EMI), dazu den Score von Alan Silvestri. Dann doch lieber gleich das ganz große Epos, mit Pomp, Orchester und allem Trara. Dass Hans Zimmer bei "The Da Vinci Code" (Decca/Universal) aber die Finger wieder nicht vom Kitsch lassen kann, ist klar!
City Light Thief, Love A
18.02.2012
FLUX Klub - LIVE: City Light Thief, Love A @ Magnet Club - Berlin
