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  • Text: Frank Thießies
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mando diao
hurricane bar


Schon 'Bring'em In', das Debüt der schwedischen Jungspunde, war eine ziemlich große Nummer. Mit große Songs, großem Maul und devoten Sprüchen direkt aus einem Gallagher-Pub-Gelage ('besser als die Beatles und Stones zusammen') waren die Rotzlöffel aus Borlänge schnell in aller Munde. 'Hurricane Bar' setzt dies nun konsequent fort. Satter und geschniegelter, ohne jedoch an Retro-Charisma einzubüßen, liefern Mando Diao wie gehabt die hymnischen Hits, die wir von ihnen erwarten. Reizte der Erstling daneben noch mit unberechenbarem, juvenilem Ungestüm, so zeichnet sich der Nachfolger vielmehr durch nuanciert sublimere Referenzen aus. Selbstverständlich hört man auch noch Beat-, Brit-Pop- und Siebzieger-Verliebtheit en masse, aber der kreativen Einengung des rückwärtsorientierten Garagen-Genres sind Mando Diao hiermit erfolgreich entwachsen. Und da das Schicksal der Libertines mehr oder weniger besiegelt scheint, dürften die Zeichen für das Sängerdoppel Björn und Gustaf nun noch mehr auf Eroberungssturm stehen.


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