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Bild: LIFE OF AGONY

LIFE OF AGONY
BROKEN VALLEY


Bei Re-Firmierungen dieser Art stellt sich zunächst die Motivationsfrage: Geld oder Herzblut? Life Of Agony zeigen mit ihrem ersten Studio-Album seit 1997, dass das eine das andere nicht zwingend ausschließt. Gut, die klamm gewordenen Konten der seit dem Split nicht gerade mit übermäßiger Aufmerksamkeit bedachten Mitglieder bedürfen dringender Auffrischung, das ist kein Geheimnis. Aber gerade aus solcher Not heraus entsteht oft überzeugende Musik. Und Keith Caputo war durch den Tod seines Vaters ohnehin zuletzt mit weitaus existenzielleren Sorgen bedrängt, als der um einen vollen Kühlschrank. Das ließ bei denjenigen Befürchtungen aufkommen, die L.O.A. stets hervorragend fanden - wäre da nicht die leidgeschulte Stimme des latent weinerlichen Sängers. Doch Überraschung - Caputo singt statt zu jammern, shoutet, statt zu greinen. Alles andere würde auch nicht zum offensiven Rock-Riffing der Mitstreiter passen, dem man die Crossover- und Hardcore-Sozialisation nur noch am Rande anhört. So ist 'Broken Valley' ein etwas old-fashioned daherkommendes Rock-Monster mit einigen wirklich guten Songs geworden.


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