AUDIOSLAVE
OUT OF EXILE
Natürlich ist 'Out Out Exile' nicht 'die beste Rock-Platte aller Zeiten' (siehe weiter vorne im Heft). Dafür kommt es innerhalb der Sound-Against-The-Machine-AG immer noch zu selten zu echter Verschmelzung. Und wenn doch, einigt man sich meist auf gemeinsame Bewältigung der offensichtlich kollektiv erfahrenen Siebziger-Hard-Rock-Sozialisation. Am besten sind Audioslave nach wie vor dann, wenn sich die Rage-Fraktion mit Funk-Rock-geschultem Crossover-Geriffe zurückhält und Tom Morello seine Gniedel-Leidenschaft in songdienliche Bahnen lenkt. Dann entstehen durchaus erhabene Momente wie die Single 'Be Yourself'. Auch der Rest der Platte kann sich aber, von einigen Durchhängern abgesehen, trotzdem mehr als hören lassen. Wenn man keine Innovation erwartet und Cock-Rock mag, ist sie sogar ein herrlicher Jungs-Spaß. Und das liegt vor allem an Chris Cornell. Der Mann wütet, schreit, wimmert (und manchmal singt er sogar) wie nach wie vor kein Zweiter, und rettet so eine eher fortschrittsfeindliche Platte vor der Mittelmäßigkeit.
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