- Text: Timo Richard
- Fotograf: Birte Filmer
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Paint In Black
„Schon in der Schule haben die Leute über mich gesagt, ich würde entweder Künstler oder kriminell. Jetzt bin ich ein krimineller Künstler“, sagt Conrad Keely und öffnet ein unterarmdickes Notizbuch voller Zeichnungen, um sich ein passendes Motiv auszusuchen. Selbiges wird er für unsere Gazette auf ein graumeliertes T-Shirt übertragen, das ihr natürlich auf sally*sTV gewinnen könnt. Motiv des Tages: der abgeschlagene Kopf der Medusa.
Das Malen ist für Keely zum zweiten Standbein geworden. Um sich persönlich weiter zu entwickeln und nicht zuletzt, um auch seine Karriere als bildender Künstler voranzutreiben, zog er im letzten Jahr vom texanischen Austin ins flirrende New York. Dort stellte er zuletzt gemeinsam mit der ehemaligen Hole-Bassistin Melissa Auf der Maur in einer Galerie auch Auszüge aus dem Artwork zu „The Century Of Self“ aus. Für letzteres hat sich Keely etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Es ist komplett mit blauem Kugelschreiber gezeichnet. „Ich habe gut eine Tonne davon verbraucht“, ächzt er. Die Mühen haben sich allerdings gelohnt. Die eigenwillige Optik der Keely‘schen Bilderwelt ist eine echte Zierde für das Album, und auch wenn das von uns verloste „Werk“ mit Stoffmalstiften umgesetzt wurde, ist es doch ein „echter Keely“.
...And You Will Know Us By The Trail Of Dead
Frodo und Jimmy Page gehen Stifte shoppen...
Eigentlich müsste das Banduniversum von ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead aus sich biegenden Balken, kurzen Beinen und permanent wachsenden Nasen bestehen, immerhin sind beinah alle verfügbaren Informationen über die Band erstunken und erlogen. Doch die Wahrheit ist viel schlimmer, denn die Essenz von Trail Of Dead besteht aus griechischen Sagen, klassischem Metal, cheesy Musicals und sehr vielen Kugelschreibern.
Verwirrend? Ja, klar. Auf Grund der ungesicherten Datenlage sind ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead ein journalistischer Alptraum, denn die Geschichte der Band verliert sich in den nebulösen Weiten der popkulturellen Legendenbildung. Gemeinsame Tage im Kirchenchor? Eine Kindheit im hawaiianischen Dschungel? Ein Bandname aus der Maya-Mythologie? Ehren-MBAs der University Of Texas? Kompletter Humbug! „Alles was du auf unserer Website lesen kannst, ist nicht wahr“, schmunzelt ein sichtlich entspannter Conrad Keely (Gesang/Gitarre/Schlagzeug/Piano), der sich mit einem Blitzen in den Augen aufs Sofa fallen lässt, während sein Kompagnon Jason Reece (dito) laut lachend durchs Zimmer tigert und sich den viel zu langen Schal zurecht rückt.
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Ein Treffen mit den unumstrittenen Masterminds der texanischen Band sollte theoretisch auf ein Stelldichein mit Indie-Pinocchio und Gitarrenkrach-Münchhausen hinauslaufen, geben die beiden doch gerne Geschichten zum Besten, deren Wahrheitsgehalt knapp über Normalnull liegt. Praktisch begrüßt uns das Duo allerdings mit einem zweistimmigen Huey Lewis & The News-Hit-Medley und spürbarer Bereitschaft, über das neue Album ’The Century Of Self’ und die Umstände seiner Entstehung vor allem eins zu sagen: Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit.
Mit ’The Century Of Self“ haben ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead einen mehr als programmatischen Titel für ihr sechstes Album gefunden. Bald nach der Veröffentlichung der letzten Langspielplatte „So Divided“ wird 2007 die Trennung vom Musikriesen ‘Interscope‘ bekannt gegeben. „Alles Vollidioten da“, tritt Conrad nach und steht mit seiner Wut über das Label nicht alleine. Ein illustrer Künstlerkreis, angeführt von Nine Inch Nails-Kopf Trent Reznor lässt seit Jahren kein gutes Haar an ’Interscope‘; von Geldgier ist da die Rede und von Künstlern, die allein gelassen werden, wenn sie nicht die Platin-Marke knacken. Auch im Hause Trail Of Dead wuchs der Frust über die Zusammenarbeit mit dem ungeliebten Label, so dass die Trennung von selbigem für die Band zu einem Befreiungsschlag wurde. Keine radiotauglichen Singles mehr, kein Erwartungsdruck, allerdings auch keine dicken Geldbündel, die über den Schreibtisch geschoben werden. Prompt gründete man das eigene Label ‘Richter Scale Records‘, um für sich selbst und gegen eine ungewisse Zukunft ein Album zu produzieren, dem die bandinterne Aufbruchstimmung in jeder Note anzumerken ist. Hier kocht der Chef noch selbst...
Wie fühlt ihr euch als Plattenlabel-Besitzer?
Jason: Großartig! Endlich haben wir zwischen Touren und Studioterminen was zu tun. Und es wäre sicher sehr schön, auch die Alben anderer guter Bands zu veröffentlichen.
Conrad: Wobei man da erst mal abwarten muss, wie sich unsere eigene Platte macht. Mal sehen, ob wir danach noch irgendjemand rausbringen können... Aber unsere Heimatstadt Austin brauchte auf jeden Fall ein repräsentatives Indie-Label. Ich habe mich früher immer etwas vor der Vorstellung gegruselt, Berge von Demos zu durchwühlen. Aber jetzt merke ich, dass das andere Leute für mich tun werden. (lacht)
Jason: Ja, wir werden hauptsächlich als oberschlaue Gallionsfiguren für ‘Richter Scale‘ herhalten. Vielleicht werden wir A&Rs, so schmierige Talentsucher-Typen.
Conrad (mit verstellter Stimme): Hallo, hier ist meine Karte. Ich finde eure Band total großartig, wirklich total großartig, aber ihr müsstet irgendwie diesen schrecklichen Sänger loswerden.
Jason (lacht): Klappt doch schon ganz gut.
Ihr genießt also die neue Freiheit?
Conrad: Oh ja. Es ist eine sehr positive Erfahrung, bestimmte Entscheidungen ganz allein treffen zu können. Kein Label-Typ hat im Studio angerufen, um „nur mal so zu hören, wie es läuft“, das war sehr befreiend. Kein Anwalt musste erst das Artwork durchwinken. Und wir waren überhaupt in einer sehr guten, optimistischen Stimmung, als wir das Album aufgenommen haben.
Jason: Dazu kommt auch, dass wir jetzt mit vielen Leuten zusammenarbeiten, die sehr engagiert sind und es aufregend finden, dabei zu sein. Das hilft.
Ohrenscheinlich, denn ‘The Century Of Self‘ ist zu eben jenem Album geraten, das sich Kritiker und Fans jahrelang von der Band gewünscht haben. Mit all ihrer epischen Breite und intimen Dichte ist die neue Veröffentlichung so abwechslungs- wie geistreich geraten und knüpft an das monolithische Überalbum ‘Source, Tags & Codes‘ von 2002 an. Man habe sich auf alte Stärken besinnen wollen, ohne revisionistisch zu sein, ließ Keely zuletzt verlauten und hat mit dieser Ansage den Nagel auf den Kopf getroffen. Die Band nutzt die neugewonnene künstlerische Freiheit, um sich fernab von Chart-tauglichem Indie-Pop auf ganzer Albumlänge brachial und filigran zugleich auszubreiten. Die Grenzen zwischen den Songs verschwimmen, in diesem Sinne ist ‘The Century Of Self‘ wahrscheinlich Art-Rock auf der Höhe der Zeit.
Das neue Album ist in sich sehr geschlossen, zumindest reiht ihr die Songs nicht einfach aneinander. Wolltet ihr sowas wie ein klassisches Rock-Album schreiben?
Conrad: Das war eher ein Nebeneffekt des Songwritings. Ich habe an vielen Liedern gleichzeitig gearbeitet, so dass es eine Menge Bezüge zwischen ihnen gibt, musikalisch und textlich. Aber ich mag die Idee, an ein Album eher wie an eine Oper, eine Symphonie oder so ein klassisches Rock-Konzept-Ding heranzugehen. Dass es also für ein längeres Musikstück eine Eröffnung, eine Steigerung und einen Schluss gibt. Die Ouvertüre zu „Tommy“ von The Who ist toll, oder die Eröffnung von „Jesus Christ Superstar“. Wir versuchen auf unseren Platten diese Tradition auf unsere Weise fortzuführen. Es gab aber nicht ein großes Thema, über das wir schreiben wollten, eher viele kleine, die sich dann zu einem harmonischen Ganzen zusammengefügt haben.
Jason: Vom Konzeptalbum sind wir weit entfernt. Wir sind nicht Judas Priest und „The Century Of Self“ ist nicht unser „Nostradamus“. Das wäre irgendwie lächerlich.
Habt ihr denn sonst eine Verbindung zu klassischem Metal?
Conrad: Wenn wir über Black Sabbath und Led Zeppelin als Fundament von Metal sprechen, dann ja. Wir hatten auch eine schlimme Slayer-Phase.
Jason: „Reign In Blood“ ist aber auch ’ne super Platte!
Conrad: Trotz dieser Vorlieben müssen wir allerdings nicht mit Hexen-, Drachen- und 666-Motiven herumspielen.
Aber auf Motive aus Fantasy und Mythologie greift ihr in euren Texten und Artworks doch trotzdem gerne zurück...
Conrad: Es sind eher Bilder aus dem biblischen Kontext oder aus der Metaphysik. Ich bin mit Metaphysik aufgewachsen, meine Eltern waren große Fans davon. Ein Song auf dem neuen Album heißt ’Isis Unveiled‘, so hieß auch ein Buch über Spiritualität, das meine Eltern im Schrank hatten. Das geht bei mir also zurück bis in die Kindheit. Als Kind habe mich auch schon gerne mit griechischer Mythologie beschäftigt, weil diese Geschichten so elementare menschliche Dramen wiedergeben.
Jason: Auf „The Century Of Self“ haben wir allerdings sehr persönliche Themen in diese Metaphern verpackt.
Conrad: Das stimmt. Eines der wiederkehrenden Elemente auf dem Album ist etwa die Zerstörung von etwas, das man sehr liebt. Darum geht es in „Luna Park“ und auf eine gewisse Weise auch in „Fields Of Coal“.
Über die angeblich nicht vorhandenen Fantasy-Anleihen lässt sich wohl streiten. Zumindest sprechen ein vierarmiger Säbelschwinger mit Löwenkopf und eine Harry-Potter-Eule, die das Artwork des neuen Albums zieren, eine etwas andere Sprache als Conrad Keely. Geht jetzt doch die Märchenstunde los?
Das wohl weniger, denn im Endeffekt beweist die relativ klare Sichtweise auf das eigene Projekt nur, dass Keely und Reece gemeinsam mit Gitarrist Kevin Allen, Drummer Aaron Ford, Bassist Jay Phillips und Keyboarder Clay Morris ernsthaft an der Revolution des Rock arbeiten. Der Absprung vom Majorlabel ist da nur das Sahnehäubchen mit Cocktailkirsche auf einer Monster-Indie-Karriere.
Conrad Keely, als treibende Kraft, beschäftigt sich privat ausdauernd mit musiktheoretischen Fragen und Kunstgeschichte, übernimmt eigenhändig die visuelle Gestaltung des bandeigenen Outputs und wirkt in all seiner extrovertierten Verschrobenheit und seinem ehrlichen Grimm auf die dumme Plattenindustrie tatsächlich wie die superintegre Identifikationsfigur einer superintegren Band. Zum Mythos des Trail Of Dead gehört eben auch ein gerüttelt Maß Anti-Haltung, die sich nicht nur in der konsequenten Zerstörung des gesamten Bühnenraums während der legendären Live-Auftritte der Band ausdrückt, sondern auch durch permanentes Zweifeln an den ehernen Gesetzen des Business. Die Radiosingle-Allergie und der Hang zum Prog-geschwängerten Breitwandalbum kleben zumindest bereits seit den - möglicherweise sogar wahrheitsgemäß angegebenen - Anfangstagen in den frühen Neunzigern an der Band. Trotz oder gerade wegen der medialen Verwirrung um Keeley & Co. steht diese im durchaus nicht unangenehmen Ruf, so authentisch wie eine Wagenladung Bergwerkskumpel zu sein.
Da wundert es auch nicht, wenn frei erfundene Neuigkeiten - wie die von der Verhaftung des Gitarristen Kevin Allen - nicht nur allseits für bare Münze genommen, sondern darüber hinaus auch als ideologisches Statement gewertet werden. Angeblich verbrachte Allen die Silvesternacht in einer Ausnüchterungszelle, nachdem er in der von Jason Reece geführten Beauty Bar in Austin eine komplette ’Guitar Hero’-Ausstattung samt Großbildfernseher derselben Behandlung unterzogen haben soll wie sein Bühnenequipment. Als Grund für all das zerbrochene Plastik wird angeblich gekränkter Gitarristen-Stolz angegeben, nachdem es Allen nicht gelingen wollte, das ultrakomplizierte Solo aus Dragonforce‘s ‘Through The Flames And Fire‘ fehlerfrei in die Gitarrenhals-Attrappe zu hacken. Mal abgesehen davon, dass an dieser Stelle erneut das Thema Fantasy-Metal aufblitzt, wurde in der anschließenden Internetzer-Analyse des rein fiktiven Vorfalls der unscheinbare Kevin zum gefeierten Counterculture-Helden, weil er es dem verdammten ’Guitar Hero’ mal so richtig gegeben hat. So sehr allerdings all das märchenhafte Drumherum auch die Sicht auf die Band bestimmen könnte, ist es doch vor allem der große, böse Backkatalog, der Fans zum Niederknien zwingt und Kritiker dazu treibt, die Ankunft des Gitarren-Messias zu verkünden.
So geschehen, als ‘Source, Tags & Codes‘ das Licht der Welt erblickt, das bisherige Meisterstück des texanischen Sextetts. Im weltweiten Netz und am Zeitungskiosk wird das Album wie schon seine weitaus Punk-orientierteren Vorgänger ‘...And You Will Know Us By The Trail Of Dead‘ und ‘Madonna‘ mit Höchstnoten und Jubelarien überschüttet. Erst die anschließenden Majorlabel-Produkte ‘Worlds Apart‘ und ‘So Divided‘ lassen auf Grund ihrer viel glatteren Produktion und des musikalischen Bombasts die glühende Verehrung zumindest des Press Corps merklich abkühlen.
Insofern ist für die Zukunft also Großes zu erwarten, immerhin ist die Band den Makel des Mainstreams wieder los. Sich neben den Strapazen einer Albumproduktion allerdings auch noch mit all jenen Dingen auseinandersetzen zu müssen, für die Vollblut-Musiker traditionell kein gutes Händchen haben, ist natürlich auch für alte Hasen wie Trail Of Dead eine neue Herausforderung.
Nehmt ihr die Arbeit an einem Album ernster, jetzt, wo ihr auch die finanziellen Konsequenzen ausbaden müsst?
Conrad: Ja, aber weniger wegen des finanziellen Aspekts. Wir sind jetzt einfach in der Lage, etwas mehr Liebe in eine Platte zu stecken, weil wir wissen, dass wir sie für uns machen. Deshalb gehen wir auch mit viel mehr Sorgfalt zu Werke. Das Schönste ist aber, dass man am Ende der Aufnahmen stolz auf sich selbst ist.
Zerkloppt ihr eigentlich auch euer Studio-Equipment? Und werdet ihr jetzt, da ihr die Instrumente selbst bezahlen müsst, damit aufhören?
Jason (ironisch): Natürlich. Wir stehen morgens auf, trinken vielleicht eine Tasse Kaffee und gehen dann los und hauen alles zu Klump. Nach dem Frühstück bauen wir dann wieder auf und arbeiten weiter.
Conrad (lacht): Wir zerstören tatsächlich mittlerweile weniger Equipment, das liegt aber daran, dass wir nicht wollen, dass sich das Publikum zu sehr darauf fixiert. Die Leute sollen nicht das Gefühl haben, sie hätten keine richtige Trail Of Dead-Show gesehen, wenn am Ende nicht die Bühne brennt. Wenn es jetzt passiert, ist es immer eine einzigartige Sache, die mit einem spezifischen Vorfall an diesem einen Abend zu tun hat, über den wir frustriert sind. Wenn auf der Bühne irgendwas nicht funktioniert oder der Monitor-Typ nervt...
Heißt das, wenn ich eines eurer Konzerte sehe, bei dem ihr am Ende eure Instrumente zerschlagt, war die Show für euch nicht gut?
Conrad: Ja, dann ist wohl etwas schief gelaufen. Oder das Publikum ist wirklich toll gewesen, oder es ist einfach der letzte Abend der Tour... Musik zu machen ist ein emotionales Auf und Ab.
Ganz ähnlich wie ein Gespräch mit den Herren, denn sowohl der knorrige Künstlertyp Keely als auch der kleine, extrovertierte Reece können in Sekundenbruchteilen von ausufernder Blödelei auf totale Ernsthaftigkeit umschalten. Es ist eben nicht alles eitel Sonnenschein im Staate Texas.
Allem Pragmatismus, der in Label-Gründungen oder neuen Alben mündet, zum Trotz, sieht das dynamische Duo die Band vor allem als Plattform, um die eigenen Gefühle kreativ zu verarbeiten: „Die Musik ist für uns weder Arbeit noch Spaß im herkömmlichen Sinne. Es ist eher ein Zwang, Musik zu machen. Man durchlebt Gefühle noch einmal, beschäftigt sich mit seinen schlechten und guten Seiten, mit schönen und weniger schönen Erinnerungen. Deshalb ist der Prozess des Liedermachens manchmal auch so schmerzhaft. Der Prozess des Aufnehmens ist auch sehr schmerzhaft, aber auf einer anderen Ebene. Da testet das Leben eher deine Geduld als deine Emotionen“, betont Conrad Keely mit leicht abwesendem Blick und fügt hinzu: „Man ist ständig diesen Extremen ausgesetzt. Wenn du auf Tour bist, ist das eine sehr soziale Erfahrung. Du bist ständig mit Leuten zusammen, mit dem Publikum oder deinen Bandkollegen. Wenn du dann Lieder schreibst, bist du oft komplett isoliert und siehst tagelang niemanden. Es gibt da einfach ein sehr großes emotionales Spektrum.“
„Das Leben als Musiker ist eben nicht sehr normal. Man ist selten zu Hause, steht oft unter großem, emotionalem Stress und hat möglicherweise trotzdem die beste Zeit seines Lebens. Hm, das klingt jetzt so als wären wir beim Militär...“, witzelt Jason Reece und fasst trotzdem den Fluch und das Glück einer Band wie Trail Of Dead treffend zusammen. Denn für ihren Sinn fürs große Drama werden die sechs Texaner von ihren Fans geliebt. Reines Glück also, denn all die verwirrenden Lebensumstände, die das Künstlerleben so mit sich bringt, bescheren ihnen Alben, auf denen die Band nicht davor zurückschreckt, das sie berückende Gefühlsspektrum mit ordentlich Pathos auch für ein Publikum zu inszenieren. Das ist sie wohl; die Essenz von ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead: Große Emotionen.
City Light Thief, Love A
18.02.2012
FLUX Klub - LIVE: City Light Thief, Love A @ Magnet Club - Berlin
