- Text: Christine Stiller
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Reiseführer
The Pains Of Being Pure At Heart: Mit Kip nach Brooklyn
Hauptberuflich befasst sich Sänger Kip Berman gerade mit dem ganzen Trubel rund um die Debüt-Veröffentlichung seiner Band. Nebenberuflich könnte der Indie-Boy ja mal über den Job als Fremdenführer nachdenken. Seine partytaugliche Ortskenntnis hat er in unserem Reiseführer jedenfalls recht gut unter Beweis gestellt.
Welche Gegend in Brooklyn sollten wir definitiv ansehen?
Brooklyn ist echt riesig. Ich wohne in Greenpoint. Im Osten liegt der Stadtteil Bushwick, Heimat einer noisy-avantgarde Punk-Szene. Ich habe da auch mal gewohnt. Alles ist sehr DIY-lastig, aber das ist eigentlich ganz Brooklyn. Greenpoint und Williamsburg sind mehr Pop, wenn ich es mal nach Musikgenres sortieren darf.
In welcher Bar hängt ihr Bands so rum?
Kapellen wie Crystal Stilts, Vivian Girls und wir selbst hängen gern im „Daddy's“ ab (435 Graham Ave). Das ist gleich bei mir um die Ecke. Aber ich gehe gar nicht so viel aus, weil's so teuer ist (lacht). Der „Cake Shop“ (152 Ludlow Street) ist so eine Mischung aus Club, Bar und Coffee Shop, allerdings nicht in Brooklyn, sondern Manhattan. Trotzdem geht es da sehr entspannt zu. Wir spielen dort selbst viele Shows. Der Besitzer ist ein echter Indie-Fan und bucht auch viele neue junge Bands. Obwohl der Laden in Manhattan ist, ist er sehr brooklynesque.
Hast du ein paar Insider-Tipps, wo wir in Brooklyn gut weggehen können?
Clubs wie „Death By Audio“ (49 S. Second St) oder „Market Hotel“ (957 Broadway) sind sehr authentisch, und wenn sich da 400 Leute aneinander quetschen vom Ambiente her echt Punkrock. „Silent Barn“ ist in dieser Hinsicht auch richtig toll, liegt nur leider ein bisschen weit ab vom Schuss (915 Wyckoff Ave, Queens).
Wo in Brooklyn haben wir eine tolle Sicht auf die Skyline von Manhattan?
Ich selbst steige auf dem Nachhauseweg immer an der Bedford Avenue Station aus (L Train). Im Sommer ist das der Hammer, du kannst am Fluss entlang laufen und die wunderschöne Skyline im Sonnenuntergang bewundern.
New York ist ja ziemlich teuer, wo in Brooklyn finden wir gutes, aber billiges Essen?
In Manhattan essen zu gehen, ist irre teuer, und ihr wollt ja nicht eure ganze Reisekasse nur für Nahrung opfern. In Brooklyn ist es definitiv billiger und hier gibt es jede Menge traditioneller Diners, wo man für zehn Dollar schon gut bedient wird. Bei mir in Greenpoint findet ihr überall nette polnische Diner und traditionelle Restaurants.
Wo in Brooklyn gibt es nette Secondhand-Läden?
New York ist der letzte Ort, an dem ihr Vintage-Kram suchen solltet! Vintage ist hier genauso teuer, als würdet ihr das Zeug neu kaufen, deswegen lautet die uncoolere Alternative auf der Suche nach dem Retro-Look, bei Urban Outfitters zu shoppen.
Und wo finden wir gute CD-Läden?
Ehrlich gesagt, wenn man in dieser Sache richtig absahen will, sollte man sich doch besser an Manhattans Lower Eastside halten.
Heimat: thepainsofbeingpureatheart.com
Auch gut: "The Pains Of Being Pure At Heart" - das Debütalbum der Kapelle
Magnet Club - Live: Who Knew, The Dope
07.08.2010
MotorClub @ Magnet Club - Live: Who Knew, The Dope - Berlin
