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Bild: Robin Tom Rink
  • Text: Christine Stiller
  • Fotograf: David Biene
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Robin Tom Rink
Abgestürzt und aufgerappelt


Die Strapazen der letzten Jahre sieht man dem entspannten Robin Tom Rink nicht an. Doch blättert man in seiner Biografie, klingt plötzlich auch sein melancholisches Debüt eine Spur düsterer.

Eigentlich steht der 27-jährige Sänger, Komponist und angehende Ehemann Rink ja nicht darauf, mit seiner Drogenvergangenheit hausieren zu gehen. „Ich habe lange darüber nachgedacht, das alles so offen zu legen. Aber ich hab mir überlegt, dass man diese Infos braucht, um meine Songs richtig zu verstehen“, erklärt Rink. Mit 18 vom schnöden Westfalen nach Berlin getürmt, ein Drogenexzess nach dem anderen, drohender Absturz – Songs schreibt Rink trotzdem unentwegt. Zurück nach Münster, weg von den Drogen, rein ins Arbeitsleben als – tatsächlich - Postbote. Paris ist sein nächstes Ziel: „Die Stadt hat mir gut getan, und zu dem Zeitpunkt war ich auch wieder gefestigter.“ Doch Pustekuchen! Das aufreibende Von-der-Seele-Schreiben treibt Rink an den Rand des Nervenzusammenbruchs, er liegt monatelang flach.

Trotzdem hat alles ein gutes Ende gefunden, denn dank treuer Begleiter und einem unerschütterlichen Willen fanden die über Jahre gesammelten Songs ihren Weg ins Studio und wurden mit der befreundeten Band Elyjah aufgenommen. Die Sehnsüchte und Verlustängste der Vergangenheit kommen dabei eher subtil zum Vorschein: „Es gibt ein, zwei Lieder, die sehr traurig sind. Das sind die Berlin-Lieder“, so Rink. „Alles andere verschwimmt ein bisschen.“ Clean hin, verliebt her, eine gewisse Traurigkeit wird Rink sich auch in Zukunft bewahren: „Ich glaube, das ist einfach die Gefühlslage, in der ich am besten schreiben kann.“ Es muss ja nicht von Dauer sein.

Text: Isabel Ehrlich Foto: David Biene
Heimat: robintomrink.com


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