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Bild: Auletta
  • Text: Dieter Rasse
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Auletta
Wie es singt und kracht


Hier ein Hinweis an alle, die für ein Austauschsemester, ein mehrmonatiges Praktikum oder ein Jahr als Au Pair ins Ausland gehen möchten: Wenn ihr zurückkommt, seid ihr nicht mehr die alten!

Und das - soviel steht fest - kann nur gut sein! Auch Auletta-Frontmann Alex kehrte seiner Mainzer Heimat nach absolvierter Schulpflicht zunächst den Rücken und verabschiedete sich via Easyjet ins Indie-Rock infizierte und vor Aufbruchsstimmung brodelnde London. Was er dort in den sechs Monaten seines Aufenthalts an Inspiration auflas, sollte ihn fortan nicht mehr loslassen. Wie ein Schwamm sog er auf, was aus Clubs, Bars und Hinterhöfen schallte, und was zum zukünftigen Trademark seiner Band werden sollte: Die Riffs, der Rhythmus und der Look von Bands wie den Libertines, Franz Ferdinand oder den nach den Sternen greifenden The Kooks. Als er vor Input zerberstend im heimischen Proberaum aufschlägt, ist nichts mehr so, wie es mal war. SOndern viel besser
Nach Alex’ Rückkehr bekommt die einst in Akustik-Pop verpackte Poesie von Gitarrist Martin das passende Soundkleid übergestülpt. Die Kombination aus Fäuste schwingender Aufbruchslyrik und roughen Stakkato-Rhythmen kommt an - nicht nur in Mainz. Denn auf Deutsch getextet bleibt so ein Pamphlet gegen Gleichgültigkeit, Konformismus und Trägheit gleich doppelt gut hängen. Auletta sind smart genug, zu wissen, dass sie sich ihre Fans in den hiesigen Clubs live erspielen müssen, und entsprechend spielen sie jedes Konzert so, als sei es ihr letztes. Von den Großen lernen, heißt also siegen lernen. Auch wenn man dafür manchmal ins Ausland muss...

Text: Dieter Rasse Heimat: auletta.de

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