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Bild: Im Tourbus mit
  • Text: Florian Hayler
  • Fotograf: Gary Copeland
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Im Tourbus mit
Mike Wiebe (RIVERBOAT GAMBLERS)


Nach ihrer erfolgreich absolvierten Tour mit Rancid und Rise Against durch amerikanische Megahallen freuen sich die sagenhaften Riverboat Gamblers nun auf ihre Clubtour in Europa. Frontmann Mike Wiebe hat seinen Hausaufgaben schon gemacht:

Mike, lernt ihr denn schon wie besessen Fremdsprachen für euren Trip nach Europa? Schließlich gilt es, Straßenschilder entziffern oder Speisekarten richtig deuten zu können.
Mike: Nicht wirklich. Wir lernen nur das Nötigste, also den Satz: „Wo steht das Bier?“ Darüber hinaus achte ich penibel darauf, nichts über unsere Reiseroute zu wissen oder mich auf Eventualitäten einzustellen. Das würde der Sache nur den Wind aus den Segeln nehmen. Ich mag es, geschockt zu werden.

Aber die landesüblichen Rufnummern von Polizei und Feuerwehr habt ihr dabei, oder?
Mike: Gut, dass du mich daran erinnerst, das hätten wir total vergessen und wären im Notfall wahrscheinlich einfach weinend und hilflos zusammengebrochen.

Ihr wisst sicher, dass wir in Europa weniger Platz auf den Parkplätzen und kleinere Vehikel haben. Habt ihr denn einen Einparkprofi dabei?
Mike: Unser Gitarrist Fadi ist der Einparkweltmeister. Sogar mit Anhänger kommt der in jede Lücke, was ich extrem beneide. Ich kurbel mir dabei immer einen Wolf, denn man muss das Steuer entgegengesetzt zur Parkrichtung einschlagen. Das ist irgendwie zu kompliziert für mein Hirn.

Wie ihr sicher wisst, muss man hierzulande eine Menge Leute bestechen, um sicher über Grenzen und Brücken zu kommen. Was habt ihr als „Mitbringsel“ dabei?
Mike: Wir sind so pleite, dass Geld nicht in Frage kommt. Ich würde versuchen, die Beamten mit der Aussicht auf großes Selbstverstümmelungskino zu bestechen: Ich lasse mich einfach so lange spektakulär und Buster Keaton-mäßig auf den Asphalt fallen, bis es heftig blutet. Darauf stehen die.

Welches Souvenir werdet ihr mit ins heimische Texas nehmen?
Mike: Ihr habt ganz geilen Absinth in Europa. Davon würde ich mir ein paar Flaschen einpacken. Oder Mineralwasser, das findet man in Amerika nur schwer. Auch schön ist der europäischen Second Hand-Chic, Krawatten und Sechzigerjahre-Anzüge und so.

Letzte Frage: Freut ihr euch mehr auf die bleichen Britinnen oder die rassigen Südeuropäerinnen?
Mike: Solange mich die Frauen schlecht behandeln, ist mir egal, woher sie kommen.

Text: Florian Hayler
Heimat: riverboatgamblers.com
Auch gut: “Underneath The Owl – das neue Album der Riverboat Gamblers


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