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Bild: Im Tourbus mit
  • Text: Christine Stiller
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Im Tourbus mit
The Temper Trap


The Temper Trap aus Australien kennen keine kulinarischen Grenzen. Wer liest, was Basser Jonny auf Tour schon mal im Mund hatte, wird gegen den Würgereiz ankämpfen müssen. Auf der anderen Seite sollen gewissen Substanzen ja chronisch das Bewusstsein erweitern, was erklären würde, wieso ihr gleich einen Abstecher nach Gotham City macht...

Wann hast du das letzte Mal auf Tour die Nerven verloren?
Am Ende unserer letzten Europatournee sah es auf Grund des krassen Winterwetters eine Weile lang so aus, als würden wir nicht rechtzeitig zum Weihnachtsfest nach Hause kommen. Ich hatte meine Familie neun Monate nicht gesehen. Als wir sechs Stunden lang am Hafen von Calais im Bus festsaßen, habe ich nur noch laut gebrüllt.

Womit können dich deine Bandkollegen im Tourbus foltern?
Manche ihrer musikalischen Anwandlungen lassen mein vom Touren empfindliches und über alle Maßen erschöpftes Innenohr bluten. The Animal Collective in Endlosschleife durch ein blechernes Soundsystem zu hören, kommt in meiner Vorstellung einer Stippvisite auf der neunten Terrasse des Läuterungsberges in „Dante’s Inferno“ gleich.

Wer von euch wäre der schlechteste Ersatzbusfahrer?
Jeder von uns hat seine ganz eigene Macke, die eine entspannte Fahrt von A nach B mit ihm am Steuer unmöglich macht. Wir haben einen Sekundenschläfer, einen Raser, einen permanenten Telefonierer, der leider absolut unfähig für Multitasking ist und einen Dritte-Welt-Fahrer, der enge Zufahrtsstraßen als persönliche Herausforderung für hemmungslose Tempomanöver erachtet.

Was ist deine geheime Tramper-Fantasie?
Ich bin ein guter, aber erschöpfter Einwohner von Gotham City. Es wäre unklug, dort zu trampen, aber die äußeren Umstände arbeiten gegen mich. Plötzlich ist in der Dunkelheit das unverkennbare Leuchten das Batmobiles zu erkennen und ich werde vom Meister persönlich mitgenommen...

Was war die seltsamste Person, der du auf Tour begegnet bist?
In Bristol, England, hat sich ein Typ in der ersten Reihe Stück für Stück ausgezogen. Er verprasst alles für Konzertbesuche und hatte deshalb kein Geld fürs Essen. Also haben wir ihn versorgt. Er hat behauptet, dass er eine total abgefahrene Art hat, Musik wahrzunehmen und jede Note in einer anderen Form und Farbe sieht. Das soll so wunderschön sein, dass er sich ausziehen muss.

Was war das ekeligste, das du je auf Tour gegessen hast?
In Japan gab’s rohe Thunfisch-Gebärmutter.

Text: Christine Stiller
Heimat: thetempertrap.net

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