- Text: Kati Weilhammer
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Kashmir
Geschichten aus der Einsamkeit
Wenn eine Band seit fast 20 Jahren besteht, muss sie aufpassen, dass sie sich nicht immer nur auf sicherem Eis bewegt.
Hendrik Lindstrand, Keyboarder der dänischen Band Kashmir, kennt die Versuchung, sich der Sicherheit und dem damit garantierten Erfolg zu ergeben, nur zu gut: „Durch die langen Pausen zwischen den Alben gelingt es uns immer wieder, jedem einen eigenen Fingerabdruck zu geben. Jede Platte hat eine neue Anmutung. Wir wollen nicht den einfachen Weg gehen, von dem wir wissen, dass er funktioniert.“
Seit der Gründung im Jahr 1991 nähern sich die vier Skandinavier immer wieder langsam und bedacht einem neuen Kapitel in ihrer Bandgeschichte, dazwischen nehmen sie bewusst Pausen - voneinander und von ihrer gemeinsamen Musik. In dieser Zeit widmen sie sich anderen Dingen wie Kunst oder Poesie. So finden sie Inspiration und erhalten ihre Leidenschaft für die gemeinsame Band.
Bevor sich Kashmir für die Arbeiten an ihrem neuen Album ‘Trespassers‘ trafen, wagte Frontmann und Songwriter Kasper Eistrup ein für ihn besonderes Experiment: alleine Zeit verbringen, im Nirgendwo. „Es war eine völlig neue Erfahrung. Ich habe mir in Schweden eine kleine Hütte gemietet, tief im Wald.“ Weit weg von der Großstadt verbrachte er zehn Tage, umgeben von Natur, seiner Kunst und seiner Musik. Danach führte ihn seine Reise nach Spanien, in ein kleines Dorf an der Küste. Die Erfahrungen, Emotionen und Gefühle dieser Zeit gaben ihm die Inspiration für die Texte aus ‘Trespassers‘. Zurück in Kopenhagen strickte er dann mit seinen drei Bandkollegen das passende Gewand für seine Worte. Was sind schon fünf Jahre gegen einen neuen genetischen Fingerabdruck?
Text: Kati Weilhammer Heimat: kashmir.dk
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