- Text: Timo Richard
- Fotograf: Tim Klöcker
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Madsen
Die Unschuld vom Lande
Es könnte alles so einfach sein. Madsens neues Album ‘Labyrinth’ ist fertig. Die Tour ist noch vor Erscheinen der Platte ausverkauft, Festivals winken mit den schicksten Bühnenzeiten. Die Band macht einen großen Sprung in Richtung Unsterblichkeit und dann – fällt ihr Sänger von der Decke.
Es ist schon alles in Sack und Tüten, als Sebastian Madsen Anfang März in einem Berliner Fernseh-Studio in fünf Metern Höhe an einem Seil hängt. Das Video zur Single ‘Lass Die Liebe Regieren’ ist fast abgedreht – noch einmal in die Kamera grinsen und dann wartet das Feierabendbier. Als man ihm später im Krankenhaus einen komplizierten Trümmerbruch der linken Hand diagnostiziert und die Schnittwunden im Gesicht versorgt, ist allerdings erst mal fraglich, was jetzt mit dem Haufen Säcke und Tüten passieren soll. So einfach ist eben doch alles nicht. „Es klingt völlig verrückt, aber der Sturz ist trotzdem zu einem wenig schmerzlichen Zeitpunkt passiert“, sieht Sebastian die Sache positiv: „Immerhin war das Album komplett aufgenommen, die meisten Interviews durch und groteskerweise ist sogar das Video mittlerweile fertig.“
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Sebastian Madsen hat das Schlimmste hinter sich, als er über die Folgen seines unfreiwilligen Fluges berichtet, auch wenn die Fixateur-Pins, die in seine Knochen geschraubt sind, als kleines Andenken bleiben und den Griff zur Gitarre vorerst verhindern werden. Dafür hat er jetzt vielleicht einen coolen Roboter-Arm als Gadget für die Bühnenshow. „Mittlerweile kann ich ’Lass Die Liebe Regieren’ auch wieder hören, ohne Schweißausbrüche zu bekommen. Zwischenzeitlich habe ich im Krankenhaus sogar gedacht, wir müssen das ganze Album noch mal aufnehmen. Nach der zweiten Operation an der Hand hatte ich so starke Schmerzen, dass mir Morphium gegeben wurde. Als ich mir ’Labyrinth’ in dem Zustand noch mal angehört habe, kam mir das wie Speed-Metal vor. Als ich dann aber weniger geistig umnachtet war, hat mir die Platte viel geholfen, weil sie sehr lebensbejahend ist. Und ich fand dann auch wieder, dass sie im richtigen Tempo eingespielt war.“
Stimmt, da war ja noch was. In einem Leben vor dem Sturz sollte es um Madsens viertes Album ’Labyrinth' gehen. Überlassen wir die weitere Aufarbeitung der dramatischen Ereignisse also vorerst der Gala und artverwandten Gossip-Schleudern und spulen zurück.
Immer mutig voran
Madsen haben sich einen der ersten warmen Tage des Jahres ausgesucht, um der versammelten Fachpresse Rede und Antwort zu ihrem neuen Album zu stehen. Während die Berliner Latte-Schlürfer draußen vor dem Stahl-und-Glas-Palast der Plattenfirma ihre neuen Sonnebrillen einweihen, erklären drinnen Sebastian, Sascha und Johannes Madsen und der einzige, nach dem Ausstieg von Keyboarder Folkert Jahnke verbliebene „Nichtbruder“ Niko Maurer, was es mit ‘Labyrinth’ auf sich hat. Die vierte Langspielplatte aus dem wendländischen Familienbetrieb lässt trotz des assoziationsoffenen Titels einerseits herzlich wenig Fragen offen. So ambitioniert, melodieverliebt und komplex waren Madsen noch nie. Obwohl sie personell zum Quartett geschrumpft sind, haben sie sich auf das Experiment eingelassen, eine – so doof es klingt – ‘große’ Band zu sein, eine Band, die sich nicht mit dem bisher erreichten zufrieden gibt. Andererseits fragt man sich schon, was zur Hölle in eine für ihre knuffig bodenständige Art geliebte Rock-Band gefahren ist, wenn sie plötzlich mit Dudelsack-Soli und ‘Bohemian Rhapsody’-Anleihen um die Ecke biegt.
Sebastian: „Es gab in den letzten Jahren ständig Situationen, in denen wir rumgesponnen haben, was wäre, wenn wir mal dies oder das machen würden. Diesmal haben wir uns gedacht: 'Wir müssen das jetzt einfach durchziehen.' Wir wissen schon, dass wir stilistisch einen massiven Spagat gemacht haben. Der Weg dahin hat aber schon angefangen, als wir 'Frieden Im Krieg' aufgenommen haben. Da hatten wir wieder so eine komprimierte Bandplatte, sehr live und direkt, und haben damals schon gedacht, dass wir für das nächste Album einen anderen Ansatz brauchen.“
Sascha: „Deshalb haben wir für 'Labyrinth' im Gegensatz zu früher aus Sebastians Song-Output genau die Lieder ausgesucht, die eher in die Extreme gehen. Da waren wir diesmal schlichtweg mutiger.“
Mutiger insofern, dass Madsen auf Album Nummer Vier sowohl die Fesseln des eigenen Band-Sounds als auch alle popkulturell genau markierten Grenzen von „cool“ und „uncool“ weitgehend hinter sich gelassen haben. Während sich die Band mit den bisherigen drei Alben vor allem im Bereich „kompakter Rock-Song mit griffigem Slogan“ bewiesen hat, ist ‘Labyrinth’ der musikalische und textliche Vorstoß in neue Sphären. Das Titelstück des neuen Albums wächst sich zu einer ausufernden Rock-Oper im Queen-Stil aus, ‘Lass Die Liebe Regieren’ ist Madsens bisher kühnster Vorstoß in Pop-Gefilde, ‘Schön Dass Du Wieder Da Bist’ besäuft sich an The Cure-seliger Euphorie und ‘Blockade‘ ist der kompromissloseste Wadenbeißer, den Madsen seit Jahren produziert haben. Zuletzt schreckt die Band in ‘Sieger’ nicht vor Irish-Folk-Anleihen und Hymnen-Pathos zurück und macht sich so zum heißen Kandidaten für die inoffizielle WM-Hymne.
Die Angst vor der eigenen Courage liegt bei so einem Unternehmen in der Natur der Sache, wie alle Bandmitglieder offen einräumen. „Gerade beim Titelstück habe ich wirklich gedacht, dass mich die Leute dafür auslachen würden. Aber jeder, der das Demo gehört hat, fand die Idee spitze“, gesteht Sebastian. „Aber es gab auch zwei, drei Stücke, die wir einfach nicht gemacht haben, weil sie irgendwie zu weit gegangen wären“, räumt Gitarrist Johannes ein. Zuletzt kommt es doch nur darauf an, ob man sich entscheidet, die Dinge mit dem gebotenen Ernst anzupacken, fasst Sascha zusammen: „Diese Unsicherheit gibt es sowieso immer wieder. Die hatten wir auch schon bei 'Nachtbaden'. Da entstand für uns auch sofort die Frage, ob das jetzt einfach nur ein Witz ist oder todernst und ob man das so bringen kann. Man muss sich oft entscheiden, ob man bereit ist, bestimmte Lieder einfach zu machen.“ Und dann wird eben einfach gemacht.
Dass man beim „einfach machen“ auch in die Hose machen kann, ist ohnehin das Damoklesschwert, das seit Jahren über den Köpfen der Band baumelt. Viele Hörer der ersten Stunde sind nach wie vor vergrätzt darüber, dass sich Madsen den rauen Charme des Debüts, der selbst Thees Uhlmann zu euphorischen Lobeshymnen hinriss, im Laufe der Zeit abgeschliffen haben. Auch ‘Labyrinth’ ist trotz all seiner Extremversuche nicht dazu angetan, das Indie-Volk von damals zurück zu gewinnen und die Pop-Liebhaber aus der heutigen Madsen-Ära abzuschrecken. Aber wie gesagt, man macht jetzt einfach mal großformatig weiter: „Es ist bei den neuen Stücken natürlich auch immer eine Gratwanderung gewesen, nicht in Volksmusik oder Schlager abzudriften“, glaubt Johannes. „Bei Sätzen wie 'Lass Die Liebe Regieren' könnte man ja auch an Heino denken. Es kommt dann wirklich sehr darauf an, ob man das dem Typen, der das gerade singt, auch abnimmt. Man muss sehen, dass er das ernst meint und das ist bei Sebastian hundertprozentig so.“
Ist das Album deshalb auch zu einem Plädoyer dafür geworden, sich auf eigene Stärken zu besinnen?
Sebastian: Das ist ein textliches Dauerthema bei Madsen. Erledige die Dinge auf deine Weise. Halte zu dir selbst. Achte nicht ständig darauf, was andere von dir wollen. Bleib bodenständig. Das sind einfach Dinge, die uns beschäftigen. Und so wurden wir auch erzogen.
Tatsächlich beweisen Madsen zurzeit ihre Nehmerqualitäten. Manch andere Band wäre wohl auf Grund der aktuellen Ereignisse in katatonen Stupor verfallen, Madsen aber sehen voran. Wenn dir das Leben in die Eier tritt, sing einfach eine Oktave höher, oder so... Es ist wohl jener bodenständige Charme, der Madsen bisher vor Schlager- und Volksmusik-Ausrutschern bewahrt hat. Solange man sich selbst treu ist, kann man ja einfach mal machen. Diese Vorgehensweise begleitet das Quartett als mittlerweile leicht verbeulte Leitplanke ohnehin durch ihre bisherige Karriere. Um das zu erklären, sollte man vielleicht noch weiter zurück spulen.
Die Trümmer deiner Jugend
Der 5. Juli 2003 will so gar kein Sommertag sein. Es hat die Nacht über geregnet und die Wiese hinter dem Kulturbahnhof Kalbe (Milde) ist feucht und matschig. Das anwesende Publikum sitzt und steht verstreut zwischen Bierwagen und Bühne. Alices Gun sind eine Band aus dem benachbarten Clenze, die seit ihrer Gründung 1996 drei Alben veröffentlicht hat, ohne dass irgendjemand davon größere Notiz genommen hätte. Heute Abend soll sie den Headliner geben. Während eine der anderen Bands noch lautstark nach der Gitarre sucht, die ihnen aus dem Backstage-Bereich geklaut worden ist, betreten Sebastian, Sascha, Niko und ein Herr namens Elvis die wackelige Holzbühne. Sie müssen ackern, um sich ihr Publikum zu erspielen, aber irgendwie klappt es. Man muss halt einfach nur machen. Trotz der örtlichen Nähe zum heimischen Bett ist die Band ohnehin einen langen Weg bis hierhin gegangen.
Hörstuatz, die Zweitband der vier auf der Bühne, in der neben dem heutigen Tomte-Keyboarder Simon Frontzeck auch der verbliebene Madsen-Bruder Johannes als DJ (!) mitmischt, ist entstanden, als Sebastian auf Grund eines ebensolchen Hörsturzes nur zu Hause am Computer musiziert.
Dass sich aus der Dorf-Band Alices Gun und ihrem Seitenprojekt innerhalb des nächsten Jahres Madsen entwickeln und zu welchen Höhenflügen diese Band wiederum ansetzen wird, ist zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch nicht mal den vier Anfangzwanzigern auf der Bühne klar. Gelohnt hat sich das „einfach machen“ für Madsen schon.
Die Jugendzentrum/Stadtfest-Ochsentour musste man so zumindest nicht mehr durchexerzieren, gibt Niko zu bedenken: „Mit Madsen hatten wir immer den Vorteil, dass wir sämtliche Stolpersteine, die eine Bandkarriere bereit hält, schon mit den Vorgängerbands überwunden haben.“ Womit wir wieder in der Gegenwart angelangt wären.
Denn die Rückschau auf eben jene Jugendzeit, in der Alices Gun und Hörstuatz noch aktuelle Projekte waren, bildet einen dicken roten Faden, der sich durch 'Labyrinth' zieht: „Der Abschied von der Jugend ist ein großes Thema“, erklärt Sebastian.
„Jeder Lebensabschnitt bringt seine eigenen Probleme mit sich. Es macht einen Unterschied, ob deine Perspektive die eines 28-jährigen Mannes ist oder die eines jüngeren. In diesem Alter werden die Fragen drängender und man hat unweigerlich das Gefühl, dass man jetzt langsam etwas Handfestes tun sollte. Ich beobachte an mir und in meinem Freundeskreis, dass man sich in diesen Lebensumständen leicht verloren fühlen kann. Dieses Gefühl besinge ich ja auch mit: 'Nun stehst du da in den Trümmern deiner Jugend.' “
Was sind denn die Trümmer eurer Jugend?
Sebastian: Der Zweifel an sich selbst. Wenn man zurückblickt und sich fragt, was man im Leben schon erreicht hat und denkt: 'Mist, ich bin alt.' Das betrifft mich vielleicht nicht so sehr, weil mir mit der Band ja viel Gutes widerfahren ist. Aber ich kann jetzt auch nicht mehr Action-Darsteller werden, wie ich mir das mit zwölf immer gedacht habe.
Inwiefern hat dein Umzug nach Berlin dein „Erwachsenwerden“ beeinflusst?
Sebastian: Ich brauche diesen Kontrast zwischen Stadt und Land. Ich habe irgendwann einfach gemerkt, dass ich textlich nicht mehr weiter komme, wenn ich nur im Wendland bleibe. Ich konnte mich da gut in andere Welten träumen, aber irgendwann ist mir einfach der Stoff ausgegangen.
Alles wird gut
Der Aufbruch in die große weite Welt ist Madsen mit ‘Labyrinth’ geglückt. In Summe läuft es für die Wendländer also nur auf eins hinaus: STADION-ROCK! „Man braucht schon Mut und Selbstvertrauen, um so eine Ansage zu machen. Die Stadion-Rock-Diskussion ging ja direkt los, als die ersten Lieder da waren. Aber wer uns kennt, weiß, dass wir da mit einem Augenzwinkern rangehen“, erklärt Niko und umreißt damit die Qualität, die Madsen, sollte der Großarenen-Plan tatsächlich aufgehen, auch in einem aufgepusteten Kontext immer noch eine Berechtigung einräumen würde. Denn klammert man Die Ärzte – deren musikalischer Ansatz sich von dem des Madsen-Clans vor allem durch den nicht vorhandenen Indie-Strubbel unterscheidet – aus, mangelt es der Republik an massentauglichen Rock-Bands mit Humorfaktor.
Deutsche Gitarrenmusik im Großformat ist traditionell eine ziemlich witzlose Angelegenheit. Das fängt bei den Scorpions an – die sich in diesem Jahr mutmaßlich auch deshalb in den wohlverdienten Ruhestand zurückziehen, um zu vermeiden, dass das Publikum zu viel über sie lacht – und setzt sich über Stadion-Acts wie Die Toten Hosen oder Herbert Grönemeyer fort.
Der Witz der einen appelliert am Ende doch vor allem an den Stammtisch-Humor eines herzlich unironischen Mainstream-Publikums. Der andere verbittet sich jeden humorigen Anflug schon in der Anlage seines überladenen Emotions-Kaleidoskop-Rock-Images. „Lachen verboten“ prangt in großen Lettern über den frisch betonierten Eingängen deutscher Freiluftbühnen.
Die Marktlücke für Madsen könnte also kaum breiter sein, ist der Band doch das Bemühen anzumerken, per „Steh auf und mach weiter“-Programmatik das ewige Jungs-Image abzulegen und sich gegen eine Zukunft abzusichern, in der die Lederkluft leicht wie ein Stützstrumpf-Ensemble wirkt. „Wir wollten Stücke schreiben, die die Arme ausbreiten und dich mit ihrem Optimismus anstecken. Es sollten Hymnen an das Leben und an die Liebe sein. Ich glaube, das ist uns ganz gut geglückt“, erklärt Sebastian. Madsen sind auf dem Weg, dem Stadion-Rock-Konsens ein menschlicheres Gesicht zu verleihen, indem sie sich selbst an ihrer eigenen Botschaft aufrichten.
Die Band macht einfach weiter, auch wenn die Dinge eher suboptimal laufen. Die anstehende Tour musste abgesagt werden, um Sebastians Genesungsprozess nicht zu gefährden. „Keiner weiß, wie schnell Knochen verheilen“, sagt er in einer Videobotschaft, in der er sich gleichzeitig auf die kommende Festival-Saison freut, die Madsen natürlich trotz Roboterarm absolvieren werden. Am Ende ist vielleicht doch alles ganz einfach, auch wenn der Weg dahin ein schwerer ist.
Text: Timo Richard
Fotos: Tim Klöcker
Heimat: madsenmusik.de
INFO:
Gitarre geht auch ohne Hände
Ein Trümmerbruch der Hand ist gar nicht lustig. Noch blöder wird es, wenn der Patient mit der betroffenen Hand seine Brötchen verdient.
„Ich habe den Arzt noch in der Nacht des Sturzes gefragt, wann ich wieder Gitarre spielen kann. Aber der hat mir nur gesagt, dass ich ihn genauso gut fragen könnte, wann es aufhört zu regnen“, berichtet Sebastian.
Für den Madsen-Frontmann heißt es in den nächsten Wochen, fleißig seine Reha-Hausaufgaben zu erledigen. Doch es besteht Hoffnung auf Besserung, denn mit seiner Verletzung steht Sebastian nicht alleine da. Ganz im Gegenteil haben einige der größten Gitarristen des Planeten ihren einzigartigen Stil mehr oder weniger dank schlimmer Verletzungen entwickeln:
Tony Iommi
Ihren charakteristisch tiefer gelegten Sound haben Black Sabbath einer Unachtsamkeit ihres Gitarristen Tony Iommi zu verdanken. Dieser verlor bei einem Arbeitsunfall einige Fingerkuppen seiner rechten Greifhand. Seitdem spielt Iommi mit Plastik-Fingerkuppen-Attrappen und stimmt seine extrem dünnen Saiten so tief wie möglich, um ihnen die Spannung zu nehmen.
Jean "Django" Reinhardt
Reinhardt gilt als einer der besten Jazz-Gitarristen aller Zeiten. Als eines Nachts sein Wohnwagen in Flammen aufging, zog sich Reinhardt schwere Verbrennungen der linken Hand zu, so dass sein Ringfinger und der kleine Finger nahezu gelähmt waren. Der belgische Bandleader entwickelte noch in der Rehabilitation einen virtuosen Gitarrenstil, der es ihm erlaubte, für das Spielen von Melodien lediglich Zeige- und Mittelfinger einzusetzen.
Wallis Bird
Als die irische Folk-Sängerin im Alter von einem Jahr mit der Hand in den laufenden Rasenmäher ihres Vaters fiel, war an eine musikalische Karriere wahrscheinlich nicht zu denken. Vier ihrer Finger konnten allerdings wieder angenäht werden, so dass Fräulein Bird heute nur der kleine Finger der rechten Hand fehlt. Sie spielt eine Rechtshänder-Gitarre seitenverkehrt – geht auch.
Newton Faulkner
Faulkner, dessen Debüt „Hand Built By Robots“ sich 2007 über eine Million Mal verkaufte und ihn auf Grund seines besonderen Stils bekannt machte, spielt seit einem Unfall mit einer Metallplatte in der Hand. Dabei war Faulkner so vorsichtig, sich während seines Urlaubs in einem französischen Ski-Gebiet gar nicht auf irgendwelche rutschigen Bretter zu stellen. Ein simpler Sturz auf dem Weg zum Auto reichte ihm dann aber, um sich die Hand auszukugeln und das dazugehörige Gelenk zu brechen.
James Hetfield
Der Metallica-Frontmann geriet bei einem Konzert in eine Pyrotechnik-Fontäne und musste mit schweren Verbrennungen behandelt werden.
