- Text: Torsten Hempelt
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Life’s a Mixtape
Leatherface
Leatherface - von ihren Fans liebevoll „The Boat“ genannt – setzten vor einigen Monaten die Segel, um die Kunde von ihrem tollen, neuen und ersten Album seit sechs Jahren namens „The Stormy Petrel“ in die Punkrock-Kaschemmen dieser Erde zu tragen – auch nach Berlin. Während Stimme, Gitarre und Aushängebart Frankie Stubbs im Nachbarraum das tags zuvor beim Hamburger Day-Off von Kumpel und Ex-Dackelblut Sänger Jens Rachut servierte opulente Mal sacken ließ, stellten der wiedergekehrte zweite Gitarrist Dickie Hammond, Bandneuling Skruff Owens (Drums) und Bassist Graeme Philliskirk in den Katakomben des Festsaals Kreuzberg ihr Mixtape fürs unclesally*s zusammen.
Welchen Song hättest du gerne geschrieben?
Dickie Hammond: „(I Can’t Help) Falling In Love With You“ von Elvis Presley! Den haben wir auch gecovert, aber seit einer Weile nicht mehr gespielt, weil wir ihn mit den beiden Neuen noch nicht geprobt haben.
Welchen eurer Songs würdest du gerne einmal von welcher Band interpretiert hören?
Dickie: „Baked Potato“ (vom Album „Mush“, 1991) von AC/DC!
Meinst du, das würde zu ihrem Stil passen?
Dickie: Ach, sie würden es einfach langsamer spielen. (Singt das Riff, trommelt auf den Knien und lacht). Oder „Chasing Cars“, das wäre auch toll, den mal von AC/DC zu hören….
Der ist aber nicht von euch, oder?
Dickie: Nee, von Snow Patrol. Großartiger Song… (lacht)
Welcher Song hält euch nach endlosen Stunden im Tourbus wach und gibt euch Energie?
Dickie: „The Sound Of Silence“!
Von Simon & Garfunkel?
Dickie: Nein, der tatsächliche “Klang der Stille” – einfach Ruhe! Wir haben gerade eine Ochsentour hinter uns… Unser Tourmanager Chris „The Rock“ fuhr von Prag, wo er lebt, nach Sunderland, wo wir wohnen (ca. 1.700 Kilometer!), um uns abzuholen. Und am selben Tag ging’s weiter – Chris legte sich in die Koje, Frankie (Stubbs) fuhr bis Dover (etwa 550 Kilometer). In Calais übernahm Chris wieder das Steuer und fuhr durch bis Hamburg (rund 760 Kilometer). 23 beschissene Stunden! Danach will man nichts mehr hören…
Passend zu eurem Bandnamen: Welcher Horror-Film hat den besten Soundtrack?
Graeme Philliskirk (zu Drummer Skruff Owen): Du magst doch diese Horror-Sachen, oder?
Skruff: Die Frage ist ja: Würde man sich das auf Platte anhören…
Graeme: …oder sich dabei dann fürchten (lacht).
Skruff: …oder ist es einfach ein toller, weil passender Soundtrack zum Film! Der zum „Exorzist“ ist toll, oder? „Tubular Bells“ von Mike Oldfield, was auch ein „eigenständiger“ Song ist.
Dickie (väterlich): Gut! Sehr gute Antwort! Und einer der besten Horror-Filme überhaupt.
Ebenfalls passend zum Band- bzw. Spitznamen „The Boat“ – was ist der beste Pop-Song mit einer „nautischen“, maritimen Thematik?
Dickie: Natürlich „Sailing“ von Rod Stewart! (lacht)
Ist das vielleicht auch die Antwort auf die nächste Frage – gibt es einen Song, der dich zum Weinen bringt?
Dickie: Eine Menge Songs!
Graeme: Ja, er gerät leicht aus der Fassung, er ist ein sehr emotionaler Typ!
Hot Water Music gelten ja als große Fans und sehr beeinflusst von euch. Ihr wart des Öfteren gemeinsam auf Tour – welcher HWM-Song ist euer Favorit?
Dickie: „Swinger“ von „A Flight And A Crash“.
Ihr wiederum seid große Fußball-Fans. Was ist der beste Fußball-Song?
Einer der Gründe, warum ich „Falling In Love With You“ so gerne mag, ist, dass er bei Sunderland-Spielen immer gesungen wird. So wie die Liverpooler „You’ll Never Walk Alone“ singen, geht es bei uns: „Wise men say/ only fools rush in/ but I can’t help falling in love with... (skandiert) Sunderland! Sunderland!“ Und ich singe lauter als alle anderen!
Graeme: Und dann weint er wieder… (Gelächter)
Text: Torsten Hempelt, mit Dank an Steffen Burghardt
Heimat: leatherface.uk.com
Auch toll: „The Stormy Petrel“ - das neue Album von Leatherface
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