- Text: Flo Hayler
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Im Mixtape
Solomon Burke
Auch mit 70 ist die Blues- und Soul-Legende Solomon Burke noch fit und aktiv für drei. Mit seinen rund 400 veröffentlichten Schallplatten (selbst geschätzt!) hat der Großvater von 90 Enkeln bereits gut vorgelegt, krönen möchte er seine Karriere aber mit dem neuesten Werk „Nothing’s Impossible“, dem Klang gewordenen Echo von Barack Obamas „agenda of change“. Wir sprachen mit Burke über Songs, die sein Leben prägten.
Mr. Burke, welcher Song erinnert sie an ihre Kindheit?
Meine Großmutter achtete sehr darauf, dass wir Kinder regelmäßig die Kirche besuchten und dort unsere Gospel-Lieder sangen. Ihr habe ich auch meinen ersten Song überhaupt gewidmet: „Christmas Presents From Heaven“ aus dem Jahr 1955. Wenn man sich aber alle Songs meines Lebens mal genauer anschaut, dann haben sie eines gemeinsam: Sie handeln von der Liebe, dem größten Gottesgeschenk überhaupt.
Welche aktuellen Songs oder Künstler haben dich beeindruckt?
Da gibt es viele. Ich denke, diese ganze „American Idol“-Sache war ein wichtiges Signal für die Jugend dieses Landes. Dort wurde quer durch alle Genres deutlich, dass Amerika noch immer immenses künstlerisches Potenzial hat. Egal, ob Country, Rock, Pop oder Dance – die Sängerinnen und Sänger von heute haben wieder den Mut, das Showbusiness auch als solches zu verstehen: Sie kostümieren und schminken sich, können sich exzellent bewegen und sind eine willkommene Abwechslung zu all diesen Gruppen, die sich in Straßenschuhen auf die Bühne stellen.
Wer sind in deinen Augen ehrwürdige Erben des Genres, das du einst mitbegründet hast?
Zu nennen wäre da in erster Linie Joss Stone, ein wirklich bezauberndes Mädchen aus England mit einer sagenhaften Soul-Stimme. Aus den Niederlanden stammen De Dijk, eine großartige Rock-Band, auf deren Album ich mitgemacht habe.
Sie haben im Laufe ihrer Karriere mit unzähligen Künstlern zusammengearbeitet. Welcher davon ist ihnen in ganz besonderer Erinnerung geblieben?
Wo soll ich da anfangen? Bei Dolly Parton, mit der ich für mein „Nashville“-Album den Song „Tomorrow Is Forever“ eingesungen habe und dabei Tränen in die Augen bekam? Oder Elvis Costello, Van Morrison? Am meisten beeindruckte mich die jüngste Zusammenarbeit mit Willie Mitchell, der mein neues Album produzierte. Ein Genie, das leider viel zu früh verstarb.
Das Mixtape
Solomon Burke - „Christmas Presents From Heaven“
Kelly Clarkson – “My Life Would Suck Without You”
Gaslight Anthem – “Jeans & White T-Shirt”
Joss Stone – “Mind, Body & Soul”
De Dijk – “Enough Is Enough”
Elvis Costello – “The Judgement”
Willie Mitchell – “Soul Serenade“
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