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PVT
Vokale adé!
Es heißt, Namen seien Schall und Rauch. Wird einem dieser allerdings entrissen, fühlt man sich irgendwie bestohlen, auch wenn es sich nur um den Bandnamen handelt.
Dass amerikanische Rechtsstreitereien kein kostengünstiger Spaß sind, wissen wir spätestens seit der ‘McDonald‘s und der heiße Kaffee’-Geschichte. Das australische Trio von PVT (ehemals Pivot) kostete solch ein legaler Hickhack die Vokale. Unter dem neuen Namen veröffentlichen sie nun ihr zweites Album ’Church With No Magic‘, auf dem erstmals auch Frontmann Richard Pikes Stimme zu hören ist. Für ihn ist dies „eine natürliche Entwicklung, die über die Zeit und während etlicher Liveauftritte gewachsen ist.“
Nebenbei gesteht der bildschöne, wenn auch etwas dröge wirkende Pike recht einseitig interessiert zu sein. Er habe sich nie für Dinge wie Sport, Briefmarken oder seltsame Hobbies begeistern können. Seine Kreativität lebe er ausschließlich in der Musik aus. So dauerte es zwei Jahre, um das neue Album entstehen zu lassen, was nicht zuletzt an der logistischen Organisation lag. Denn wie es das Leben so will, trieben die Hormone den Sänger dazu, bei seiner Freundin in London einzuziehen, während der Rest der Band, bestehend aus Laurence Pike und Dave Miller, noch in Australien lebt. Für die Aufnahmen tingelten sie zwischen den Kontinenten und trafen sich überwiegend in Sydney. Auf der aktuellen Platte bleiben sie ihrem experimentellen Sound treu und schaffen es galant verschiedene Einflüsse zu kombinieren. „Wir haben uns in den einzelnen Musikgenres immer wie Außenseiter gefühlt“, beschreibt Richard es passend. Und Recht hat er, ein bisschen Post-Rock, ein bisschen Synthie-Elektro, das sind PVT, egal in welcher Schreibweise.
Text: Sarah Gulinski
Heimat: pvtpvt.net
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