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Bild: Rock'n'Roll Reiseführer
  • Text: Natascha Siegert
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Rock'n'Roll Reiseführer
Mit Jamaica nach Paris


Paris – zweite Runde. Wir ließen uns schon einmal von den Hush Puppies durch Frankreichs Hauptstadt führen. Aber wie gut es ist, mehrere Meinungen zu berücksichtigen, zeigt allein die Tatsache, dass eben diese Band uns nur unter Vorbehalt ins vermeintlich Hipster-verseuchte „Le Baron“ geschickt hätte, wohingegen die beiden Elektro-Popper von Jamaica genau diesen Club empfehlen. Mal sehen, was wir noch so lernen können.

Paris ist ein Mekka der guten Küche. Wo bekommt man die leckersten Gerichte serviert?
Antoine: In „Bob’s Juice Bar“ (15 Rue Lucien Sampaix) gibt’s die besten Bio-Säfte und Sandwiches. Die zwei Inhaber sind echt nette Typen und legen immer gute Musik auf.
Florent: Wenn man Lust auf französische Süßspeisen hat, sollte man unbedingt in die „Rose Bakery“ gehen (46 Rue des Martyrs). Dort gibt es vom Crèpe bis zur Tarte alles, was das Herz begehrt.

Welche Vorurteile über Paris sind wahr und was sollte man dringend vermeiden?
Antoine: Als Tourist sollte man den Small-Talk mit Kellnern vermeiden. Die sind immer genervt und sprechen weder Englisch noch eine andere Sprache mit dir. Die Pariser Unfreundlichkeit ist ein Klischee, das wirklich zutrifft.

Eine angesagte Bar, in der man euch antrifft?
Florent: Spontan fallen mir da zwei Locations ein. Zum einen der „Bottle Shop“ (5, Rue Trousseau). Dort trifft man auf Musiker, Künstler, Rockabillys und Elektro-Boys und kann wirklich interessante Gespräche führen. Eine reiche Auswahl an Hochprozentigem findet man im „Chope de Château Rouge“ (40 Rue de Clignancourt). Da ist es unschlagbar günstig.
Antoine: Wenn man Jazz mag, ist „Le Baiser Salé“ (58 Rue des Lombards) zu empfehlen. Dort gibt es jeden Montag eine Open Stage Night.

Und der beste Club ist wo?
Florent: „Le Baron“ (6 Avenue Marceau) ist wohl einer der angesagten Clubs in Paris. Dort läuft echt gute Musik. Von Rock über Folk bis Disko ist alles dabei, nur nicht dieser minimalistische Elektro-Kram, der sonst in fast allen anderen Locations aufgelegt wird. Das mag ich an „Le Baron“, und er ist jede Nacht geöffnet.

Welches Pariser Stadtviertel ist gerade angesagt und wo kann man auch für wenig Geld übernachten?
Antoine: Paris ist schon lange nicht mehr günstig. Im Allgemeinen ist es im Norden der Stadt immer noch vergleichsweise billig und auch sehr schön. Vergesst Bezirke wie St. Germain und die Altstadt. Dort arbeiten die ganzen unfreundlichen Kellner. Wenn man in Paris in einer angesagten Location übernachten möchte, ist das „Hotel Amour“ (8 Rue de Navarin) das Richtige. Dort gibt es ein sehr gutes Restaurant, in dem man auch rauchen darf.

Ein lauschiges Plätzchen, das ihr einem verliebten Pärchen empfehlen würdet...
Florent: Da fällt mir als erstes der „Pont des Arts“ ein. Das ist eine Brücke, die über die Seine führt und von der aus man einen wunderschönen Blick auf die Stadt hat. Die „Île Saint-Louis“ ist auch sehr schön, allerdings auch immer überfüllt.

Und was macht man, wenn man der Großstadt entfliehen möchte?
Antoine: Also entweder man wagt sich ins Disney-Land oder man geht in Fontainebleau klettern.
Text: Natascha Siegert
Heimat: myspace.com/ithinkilikejamaica
Auch gut: „No Problem“ - das Debütalbum von Jamaica


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