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Bild: Was hört eigentlich...
  • Text: Flo Hayler
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Was hört eigentlich...
Yvonne Ducksworth (JINGO DE LUNCH)?


Als wieder vereinigte Punk/Hardcore-Legende lebt es sich relativ entspannt: Man verplaudert die Reisezeit zwischen den Konzerten mit alten Anekdoten, zappt durch die mit sämtlichen Klassikern bestückte Bus-Jukebox und schreibt zwischen Dayjob und Touren neue Hymnen, damit man die Setlist mit zukünftigen Klassikern spicken kann.

Wir plauderten mit Jingo De Lunch-Ikone Yvonne Ducksworth über ihre Jugend prägende Lieder und andere Hymnen. Keine Frage: Diese Dame ist definitiv oldschool.

Welche Bands und welche Songs haben deine Jugend geprägt?
Zuhause hatte meine Mutter in der Küche immer das Radio an, so ein kleines weißes. Sie war ziemlich jung damals und stand auf Bands wie Sweet oder Thin Lizzy, die ich natürlich mit meiner Kindheit verbinde. „Fox On The Run” oder „The Boys Are Back In Town“ sind definitiv Songs, die mich daran erinnern. Später habe ich viel Doors gehört. Die Songtexte von „Peacefrog“ oder „People Are Strange“ haben mich genauso geprägt wie Discharge mit „I Won‘t Subscribe“ oder Ace Frehley von KISS mit „Snow Blind“.

Und die Jungs in deiner Band? Was lief in deren Kinderzimmer?
Unser Schlagzeuger Steve steht total auf „Problemchild“ von AC/DC. Henning, der Bassist, hörte 24/7 „Motörhead“ von Motörhead und unser neuer Gitarrist Gary Schmalzl mag „All Along The Watchtower“ von Jimi Hendrix. Da wird wohl deutlich, dass wir nicht mehr die Jüngsten sind…

Welche neuen, zeitgemäßen Songs magst du?
Ich finde die Queens Of The Stone Age sehr gut, weil ihre Songs überraschen. Sie sind schön unangenehm, schlagen Haken und sind nicht zum nebenbei Konsumieren geeignet. Das ist gut.

Euer neues Album heißt „Land Of The Free-ks“. Bekanntlich gab es auch die eine oder andere Band, die ausschließlich aus Freaks bestand. Welche Kapelle würde als Prototyp der „Freak-Combo“ durchgehen?
Dee Snyder, der Frontmann von Twisted Sister, DAS ist ein Freak! Der hat in Amerika eine Radioshow, die immer am Samstag läuft. Darin spielt er ausschließlich Musik von diesen Hair-Metal-Bands, und das ist echt lustig. Gene Simmons von KISS ist auch ein Freak. In einem New Yorker Restaurant saß ich gemeinsam mit meiner Mutter mal neben David Lee Roth. Das war höchst peinlich, denn meine Mutter wollte ständig zu ihm an den Tisch gehen und sagen: Hey, meine Tochter ist auch Sänger! Ich konnte sie gerade noch davon abhalten.

Ihr heißt zwar Jingo de Lunch, aber was hörst du zum Frühstück?
Das kommt ganz auf die Jahreszeit an. Im Winter Ska – Madness und so was. Im Sommer muss man die Bad Brains hören, das macht wach.

Welchen Song hättest du gerne selbst geschrieben?
„Search & Destroy“ von den Stooges. Der Song bringt alles auf den Punkt. Und wenn ich „Summertime“ von George Gershwin geschrieben hätte, dann hätten die besten Sänger der Welt mein Lied gesungen und ich hätte ausgesorgt.

Text: Flo Hayler
Heimat: myspace.com/jingodelunch


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