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Bild: Rock 'n' Roll Reiseführer
  • Text: Nina Töllner
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Rock 'n' Roll Reiseführer
Mit Black Mountain nach Vancouver


Es verschlägt uns für einen einzigen Tag in den südwestlichen Zipfel Kanadas. Was tun? Matt Camirand, Bassist der Vancouveraner Black Mountain, weiß, welche Orte wir uns nicht entgehen lassen sollten – und welche man besser meidet - schließlich arbeiten er und weitere Bandmitglieder doch als Sozialarbeiter im Drogen-Brennpunkt der Stadt. Fast ironisch, wenn man bedenkt, wie heftig vernebelt der Siebziger-Rock des Quintetts daher kommt...

Welche Sehenswürdigkeit sollte ich an meinem einzigen Tag in Vancouver nicht verpassen?
Matt: Leihe dir ein Fahrrad und fahre am „Seawall“ entlang. Es ist ein durchgängiger Pfad um die gesamte Stadt. Er führt um das Stadtzentrum herum, durch Stanley Park, raus bis zur Universität… Ihn abzuradeln ist eine meiner Lieblingsaktivitäten an einem Sommertag.

Danach möchte ich ein wenig shoppen gehen. Welchen Laden empfiehlst du?
Matt: „Pulpfiction Books“ (2422 Main St.), eine der besten Buchhandlungen Kanadas. Sie ist sehr klein, weshalb es dort nur das Beste vom Besten gibt. Das Personal ist sehr versiert und total cool. Sie lieben mich, weil ich alle sechs Monate meine Büchersammlung ausmiste und zu ihnen trage.

Im Anschluss brauche ich etwas Entspannung. Wo finde ich die?
Matt: Meine Freunde und ich gehen immer zum „Third Beach“ in Stanley Park. Es ist der Strand, der am weitesten von der Stadt entfernt ist. Deshalb geht es dort auch etwas relaxter zu. Man kann Alkohol trinken, ohne Angst vor der Polizei oder Parkaufsehern haben zu müssen.

Zeit fürs Abendessen! Welches Restaurant schlägst du vor?
Matt: In Vancouver bekommt man richtig gutes Essen. Es gibt ein cooles indisches Restaurant namens „Vij’s“ (1488 West 11th Ave.). Der Betreiber ist extrem freundlich, das Essen nicht übermäßig teuer, aber sehr, sehr gut. Eines der gängigsten Dinge in Vancouver ist außerdem Sushi. Mindestens zweimal die Woche findest du mich im „Sushiyama“ (315 Broadway E). Dort bekommt man das wohl beste Sushi der Stadt.

Kommen wir zur Abendunterhaltung. Wo gibt es gute Musik zu hören?
Matt: Wenn du tanzen willst und auf Ärger aus bist, dann bist du in der Granville Street richtig. Dort stolperst du über Besoffene und gerätst am Ende des Abends vermutlich in eine Schlägerei und wirst festgenommen. In Sachen Live-Musik sieht es zurzeit leider ziemlich mau aus. Der „Commodore Ballroom” (868 Granville St.) ist eine größere Venue mit einer langen Geschichte, einer Hammer-Lichtshow und einer der besten Anlagen der Stadt. The Clash spielten dort ihr erstes Nordamerika-Konzert und die Pixies haben sich dort aufgelöst.

Zum krönenden Abschluss würde ich gerne ein wenig ausflippen. Wo kann ich die dafür geeigneten Substanzen erwerben?
Matt: Wenn du Drogen suchst, gehe zur Hastings Street. Dort findest du wahrscheinlich alles, was du willst. Allerdings garantiere ich nicht dafür, dass es sonderlich gut ist.


Text: Nina Töllner
Heimat: blackmountainarmy.com
Auch gut: „Wilderness Heart“ – das neue Album von Black Mountain


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