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Punk Spezial
Adolar
„Alles klar, hier auch Hallo...“ heißt es, wenn die Adolar-Jungs ihre Songtexte aus SMS-Fetzen ihrer Handys zusammenbasteln. So geschehen, wirklich wahr!
Prickelnd, spritzig, süß - typisch Sachsen-Anhalt, typisch Adolar? Kann man unterschreiben! Wieder eine Band, die bei ’Unterm Durchschnitt’ ein Zuhause gefunden hat. Dem Label, wo der Garant für guten Deutsch-Punk ein Abo zu haben scheint. Schlagzeuger Frank Mertens erklärt das Phänomen der Label-Familie so: „Die Freundschaften zwischen den Bands sind der Kitt, der das ganze Ding zusammenhält und Steine ins Rollen bringt.“ Freundschaftliche Kabbeleien inklusive, wenn man sich im kleinen Tourbus stapelt und bei den Jungs von Mikrokosmos23 halb auf dem Schoß sitzt. Diese bezeichnen Adolar im Gegenzug zähneknirschend als „viel lustigere Band als sie selbst“. Das ist Liebe!
Laut Frank seien Adolar eine neue Art von Punk und gleichzeitig eine Gruppe von Träumern, die sich völlig selbstverständlich nach einer Zeichentrickfigur benennen, die den ganzen Tag im Nachthemd umher läuft und nachts mit ihrem aufblasbaren Raumschiff aus dem Violinenkasten ins All fliegt. Sie wollen das Genre Punkrock in seine Einzelteile zerlegen, um gegen die stumpfen Kompositionen anderer Bands zu kontern. Das gelingt ihnen auf dem Debüt ‘Schwörende Seen, Ihr Schicksalsjahre‘ völlig problemlos, wenn sie mit den unkonventionellen Texten und ihren typisch Adolar’schen Songstrukturen mit jugendlichem Enthusiasmus nach vorne preschen. Motivation für all die unzähligen Konzerte in alternativen Jugendzentren entsteht laut Frontmann Tom Mischok aus simplen Gründen: „Das ganze Affentheater in deutschen Discotheken, das ewig gleiche, aufgesetzte Gelaber kotzt mich an und treibt mich zu meinen Freunden in den Proberaum.“
Text: Sarah Gulinski
Heimat: adolarband.de
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