- Text: Caroline Frey
- Fotograf: Tim Klöcker
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Beatsteaks
Solltet ihr in den vergangenen Wochen irgendwo gelesen oder den Eindruck bekommen haben, die Beatsteaks seien erwachsen geworden und dass jetzt Schluss sei mit Rock‘n‘Roll und lustig – vergesst es einfach gleich wieder. Die Beatsteaks sind und bleiben die Beatsteaks. Und das heißt eben auch: Es gibt keine Schublade - außer der eigenen.
Den ersten Beweis liefern die fünf gleich frei Haus mit der Idee für unser Fotoshooting: Wie jetzt? Die wollen sich verkleiden? Michael? Ozzy? Elton? David? Flavor? Da des Menschen Wille ja bekanntlich sein Himmelreich ist und wir dieser Band ja irgendwie auch keinen Wunsch abschlagen können, trifft man sich Mitte Januar bei Schnittchen und Kaffee und mit jeder Menge guter Laune zum Fototermin. Während der Rest schon in der Maske sitzt, was in diesem Fall für jeden Beteiligten ordentlich Zeit in Anspruch nimmt, nutzen wir die Gelegenheit, Sänger Arnim ein paar Antworten zu entlocken.
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Wer hatte denn die Idee für dieses Fotoshooting ?
Das geht eindeutig auf meine Kappe. Wir hatten neulich so eine Foto-Session, bei der wir sehr hochglanzmäßig gearbeitet haben. Das war auch cool, aber auch sehr langweilig. Wir hatten Lust, mal wieder so richtig abzuspacken. Warum also nicht mal aussehen wie unsere Jugendidole – wie jemand, der uns wirklich und das erste Mal mit seiner Musik umgehauen oder uns musikalisch geprägt hat.
Bei dir war das Michael Jackson?
Das „Thriller“-Video hat meine Welt total auf den Kopf gestellt. Meine Schwester ist ja Tänzerin, die hat mich damals vor den Fernseher gezerrt, damit ich mir das mal angucke. Ich war neun Jahre alt, fand's total krass und durfte es nicht bis zu Ende gucken, weil ja dann diese Zombie-Nummer kommt. Aber von den Tanzszenen war ich schwer begeistert. Damals hielt ich sein Outfit für die coolste Klamotte, die ich jemals gesehen hatte. Ist es natürlich nicht, aber deshalb jetzt der Tribut. Peter ist mal als Ozzy Osbourne zu einer Faschingsveranstaltung gegangen und wir haben festgestellt, dass er ihm extrem ähnlich sieht.
Es klopft und der Kopf von Bernd Stardust schiebt sich durch die Tür. Nach einer ersten Lachsalve folgt auch der goldene Rest von Ziggy Kurzke, der auf unfassbarem Schuhwerk erstaunlich sicher zu einer Zigarettenpause auf den Balkon unterwegs ist. Apropos Pause – dass die eigene Schublade auch etwas eng werden kann, zeigt sich 2008, als die Band nach einer ausgedehnten Tour beschließt, sich für ein Jahr von der musikalischen Bildfläche zu verabschieden.
Was waren für dich die wichtigsten Gründe für die selbst verordnete Pause?
Wir wirkten auf mich alle sehr müde. Wie nach einem Dauerlauf: Man hat zwar trainiert, aber trotzdem war es anstrengender, als man gedacht hatte. Dann konnten wir uns das nach fünf Platten auch ganz stumpf einfach mal leisten. Wir haben ein Live-Album gemacht, haben in der Wuhlheide gespielt, ich konnte meinen Eltern eine Goldene Schallplatte an die Wand hängen, man respektiert uns, man mag uns, wir haben keinen Scheiß gebaut – da kann man schon mal durchschnaufen und einen kleinen Schritt zurück gehen. Wir brauchten die Pause auch, um das alles wieder wert schätzen zu können. Wenn du das alles abgearbeitet hast, dann kommst du auch mal in eine „So, jetzt ist auch mal gut mit Beatsteaks hier“-Stimmung. Dann geht auch der Ton ein bisschen in die „ist doch scheißegal“-Richtung. Nein! Es ist eben nicht scheißegal. Wir brauchten eine Auszeit, um alle wieder festzustellen, dass die Band das Allergeilste ist. Du darfst nicht darauf scheißen, wenn du gerade mit dem anderen nicht kannst. Man muss es aus der Welt schaffen – das große Ganze ist einfach zu geil, um es für kleinlichen Quatsch aufs Spiel zu setzen. Während einer Tour gibt es Missverständnisse und mal will der eine nach links und der andere nach rechts. Manchmal ist man zu müde für einen Kompromiss und die Dinge stauen sich auf. „Das ganze Lied baut sich Sauerkeit auf - und dann PAAMM!“ - kennen wir ja. (* siehe Kasten)
Was hast du während der Auszeit gemacht?
Wenn ich so drüber nachdenke, habe ich unglaublich viel gegessen und wurde dicker. (lacht) In der Mitte des Jahres habe ich dann festgestellt, dass ich wohl mal wieder Sport machen sollte und habe angefangen zu boxen. Das fand ich super. Boxen ist ein toller Sport – wenn du nicht gerade den Türsteher als Sparrings-Partner erwischt, was mir ziemlich oft passiert ist, ist Boxen ein hervorragender Fitness-Sport.
Hast du nicht Schiss, dass du dir einen Finger oder die Nase brichst, Blumenkohl-Ohren bekommst oder dich ernsthaft verletzt?
Boxtraining fängt ja erst mal mit Konditionstraining an, ich habe es noch gar nicht bis zu einem richtigen Kampf geschafft und jetzt habe ich ja sowieso kaum noch Zeit. Ich habe nie richtig in einem Ring gestanden, sondern nur so Sparrings-mäßig geboxt. Das ist leichtes Boxen, da passiert dir eigentlich nichts. Außer, wie gesagt, du hast den Türsteher vor der Nase, der einfach nicht anders kann, der haut halt zu. (lacht) Einige waren ja auch während der Pause im Proberaum und haben schon sehr früh angefangen, die ersten Demos zu machen. Thomas zum Beispiel legte schon ganz früh im Sommer 2009 wieder los. Es war uns klar, dass wir auf jeden Fall versuchen, die letzte Platte mit einer neuen zu toppen - das stand nicht wirklich zur Disposition.
Nicht? Wenn man die aktuellen Interviews mit euch so liest, hat man da schon einen etwas anderen Eindruck. Es wird ja klar thematisiert, dass es nicht so einfach war, alle wieder an Bord zu bekommen und es gab ja wohl auch den ein oder anderen, der sich ernsthafte Sorgen um den Fortbestand der Band gemacht hat...
Ja, die gab es.
Ist ein mögliches Ende mal an- und damit ausgesprochen worden, oder war das eher so eine unterschwellige Angst von einzelnen?
Auf jeden Fall haben wir darüber gesprochen. Aber diese Gespräche sind nie besonders lang. Wenn man dann nämlich ganz ernsthaft die Frage stellt: „Willst du jetzt wirklich aufhören?“ ist die Antwort bei allen „Nee!“ - Na ja. Also dann! Was soll dann dieser Emo-Quatsch?
Gab es ein offizielles Ende der Pause?
Ja, Ende 2009 vor dem Benefiz-Konzert für Unicef im Magnet Club Berlin. Kurz davor haben wir gesagt, jetzt sind Proben, Anwesenheitspflicht und dann mal sehen, wohin es uns treibt.
Was war für dich der Schlüsselmoment dafür, dass es jetzt in Richtung Album Nummer Sechs geht?
Das war Anfang 2010, als alle fünf gesagt haben, wir proben jetzt wieder drei mal die Woche fünf Stunden und nehmen uns wieder Zeit für die Band. Musikalisch ging es für mich los, als ich das Demo zu „Under A Clear Blue Sky“ gehört habe. Da war irgendetwas drin, in das ich mich total verliebt habe.
Trotzdem singt den Song Peter...
Genau. Den Chorus singen wir ja zusammen, aber an den Strophen habe ich mir die Zähne ausgebissen. Peter saß irgendwann mit der Gitarre im Proberaum und meinte nur „Ich weiß gar nicht, wo das Problem ist.“ und fängt an zu singen.
Also ganz ähnlich wie einst bei „Hey Du“...
Genau. Er singt einfach viel geiler in dieser entspannten Lage - obwohl wir dann noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten mussten. Im Moment ist das mein Lieblingslied auf der Platte: geiler Text, typische Thomas Götz-Akkorde – ganz groß.
Im Frühling 2010 ging es dann zunächst ins Studio…
Wir waren den ganzen April im Chez Cherie-Studio und hatten erstmal unsere typische Mannschaft um uns geschart. Es war menschlich alles super und auch das Essen war hervorragend. Als wir dann aber von den Sommerfestivals zurück kamen und uns angehört haben, was unsere nächste Platte werden sollte, mussten wir feststellen, dass das so auf gar keinen Fall geht. Das war viel zu lasch und zu viel Stock im Arsch-Attitüde - das musste viel frecher und freier werden. Wir haben oft das Problem, dass wir im Studio zu schnell verkrampfen, weil wir bloß keine Fehler machen wollen und dann auch so spielen. Dann stellte sich die Frage: Wo bewegen wir uns, wo machen wir uns frei? Die Antwort lag auf der Hand: im Proberaum. Also los! Nehmen wir die sieben Songs, die wir schon aufgenommen hatten, mit ins Proberaum-Studio.
Aus den Chez Cherie-Aufnahmen ist trotzdem ein Song übrig geblieben: „Access Adrenalin“, der ja auch für den weiteren Verlauf eine wesentliche Rolle spielen sollte. Er war zwischenzeitlich angefragt, um auf den Soundtrack zum Film „Twilight“ zu kommen...
Das stimmt. Die wollten den Song aber unbedingt exklusiv und zwar für ein ganzes Jahr, wir wollten ihn aber auf unserer Platte haben. Also haben wir abgesagt.
Diese Anfrage war aber mitverantwortlich dafür, dass der Song gleich an drei Mixer ging ...
Wir haben uns bei dem Song ein tierisch geiles Ding geleistet und unsere Lieblingsmixer in der ganzen Welt gefragt. Von diesem Song hat Flood einen Mix gemacht, der Mann um Depeche Mode und Nine Inch Nails, Nick Launay in L.A. und Michael Hilbert hier in Berlin – auch ein genialer Mixer. Wir haben allen dreien den Song gegeben und keinerlei Vorgaben gemacht, sondern einfach darum gebeten, ihren ganz persönlichen Mix daraus zu machen. Alle drei haben voll geile Versionen abgeliefert, aber Nick war einfach am nächsten dran – so kam der Ball ins Rollen.
Was hatte es mit dem Dresscode bei den Aufnahmen auf sich. Also wenn der „Trainer“, der dann ja wohl du bist, abends an alle eine SMS schickt: „Morgen bitte im Ska-Outfit auftauchen“?
Das gehört dazu. So halten wir uns bei Laune. Wir können stundenlang damit verbringen, über Sachen zu reden, das bringt uns aber manchmal kein Stück weiter. Dann brauchen wir bandinterne Eisbrecher, die die Situation wieder auflockern – das ist einer davon. Genau wie wenn ich mir mal wieder zu viele Sorgen mache und Peter dann sagt, bleib mal ruhig, das wird schon alles gut.
Gab es denn auch andere Outfit-Anordnungen?
Na, es hieß auch mal „Oberkörper frei heute – ist eh zu warm!“ - aber diese Trojan-Ska-Session zu „Let's See“, die war echt geil. Wir haben uns kaputt gelacht, Peter mit Hütchen und Hosenträgern, Bernd sah aus wie früher, Torsti auch – wir mussten uns ja auch gar nicht groß verkleiden, wir haben das Zeug alle im Schrank.
Trainer und Produzent sind wohl auch die Stichworte, wenn es um deine erweiterte Position in der Band geht...
Die Bezeichnung „Trainer“ finde ich gut. Als ich der Band gesagt habe, dass ich glaube, dass einer von uns mit in die Produktions-Verantwortung muss, weil Moses (Schneider - Produzent der letzten Beatsteaks Alben) das nicht mehr alleine wuppen kann, habe ich gesagt, dass ich das machen würde. Trotzdem schießt die Band die Tore – ich kann auch nur aufstellen und eine Taktik vorgeben. Wenn wir mit den Proben fertig waren, haben sich alle zu mir umgedreht und gefragt, was wir morgen machen. Es ging also eher um den organisatorischen Kram und darum, den Überblick zu behalten und dafür zu sorgen, dass sich alle wohl fühlen.
Aber schon eher Klopp und nicht Magath?
Auf jeden Fall. Torsti hat halt gerne mal gefragt: „Trainer, was ist los?“ Auch das war aber eine logische Entwicklung, etwas, das sich ergeben hat. Ich kann mich nicht Produzent nennen – ich habe einfach gemacht, was ich immer mache, bloß mit vollem Backup der Band und deshalb vielleicht mit einem anderen Bewusstsein.
Und auch mit vollem Backup von Moses...
Ja total. Moses ist immer mit uns.
Bei „Behavior“ hast du aber nicht mal die Demos gehört, warst zwei Tage mal nicht im Studio und schon war der Song fertig.
Natürlich müssen es dann trotzdem alle super finden. In dem Moment, wo sie ihn mir das erste Mal vorgespielt haben, konntest du in lauter Bittefinddasdochgut-Gesichter gucken. Mir geht es ja genauso, wenn die anderen Gesänge von mir hören. Wenn etwas nicht gut gefunden wird, geht es in die nächste Runde. Punkt. Aber man musste überhaupt nicht ständig da sein – die Band hat sich selbst aufgenommen.
Die Reaktionen auf „Milk & Honey“ als erstes Lebenszeichen waren ja durchaus gemischt. Die einen feierten einen grandiosen Pop-Song ab, den anderen war es zu nah am Morrissey-Pop. Wenn man dann so ein Album im Rücken hat, will man das den Kritikern am liebsten sofort vor den Latz knallen oder lehnt man sich entspannt mit einem Lächeln zurück und denkt sich „Wartet ihr mal, bis ihr von uns ein bisschen „Behavior“ beigebracht bekommt.“?
Ich lehne mich zurück und schmunzele, Peter bekommt da schneller Panik. Da sind wir sehr unterschiedlich, können uns so aber auch ganz gut gegenseitig beschützen. Auf der ersten Single lastet einfach ein unglaublicher Druck. Jetzt waren sie zwei Jahre nicht da und kommen zurück und trällern „this is a soooong“. Ich verstehe das total.
Ihr habt dann ja auch eher das Problem, dass ihr fünf potentielle Single-Kandidaten auf dem Tisch habt...
Stimmt. Aber für mich war das diesmal total klar. „Milk & Honey“ ist die erste Single, weil sie so anders ist und dabei so schön cool bleibt. Ich finde, wir machen was falsch, wenn wir nicht polarisieren - und zwar auch im eigenen Lager. Ich glaube, ich würde mich komisch fühlen, wenn so eine Entscheidung auf einmal allen gefallen würde.
Kommen wir zu den Texten. Bei euch ist ja immer zuerst die Musik da und dann werden die passenden Worte gesucht. Ihr erzählt ja keine Geschichten, sondern es handelt sich eher um Zustandsbeschreibungen.
Die Texte schreiben wir ja auch im Team, ganz ähnlich wie die Musik. Wenn ich sie singe und inhaltlich gar keinen Anteil daran hatte, dann mache ich es ihnen zum Teil schon ganz schön schwer, weil ich sie komplett verstehen muss. Ich frage dann Sachen, die wir in einem Interview nie beantworten würden und versuche der Sache, dem Gefühl, dem Zustand, bis auf den letzten und tiefsten Grund zu gehen. Das ist gar nicht so einfach – Texte sind für mich so wichtig unwichtig – das ist ganz schwer zu beschreiben. Sie sind die leckere Kirsche auf dem Kuchen. Wenn es zusammen passt, dann ist alles gut.
Wird es ein T-Shirt geben, auf dem „I'm not gonna wear your shirt!“ steht?
Das wird gerade gemacht. (grinst)
„Boombox“ ist ja laut Farin Urlaub, der den Pressetext zur Platte verfasst hat, „eine junge schöne Frau mit Dreitagebart und einer AK47 über der Schulter“ - findest du diese Beschreibung passend?
Ja, find ick jut. Ich empfinde uns ja immer noch als eine Outsider Band, die ihren ganz eigenen Stiefel macht. Wir versuchen gar nicht anders zu sein als der Rest – wir sind einfach so. Wir machen keine Top-40- oder Chart-Musik, wir machen unsere Songs, und die sind komischer Weise erfolgreich. Das verwundert uns immer noch. Wir sitzen oft im Proberaum und überlegen, ob das überhaupt jemand hören will.
Was ich in dem Zusammenhang mit dem Albumtitel ja ganz lustig fand, ist, dass bei Nick Launay das Hören auf einer Boombox die letzte Hürde für den Sound eines Songs war. Warum macht er das?
Weil diese Dinger ja auf der ganzen Welt stehen und Menschen damit Musik hören. Wenn ein Song darauf gut klingt, dann ist er gut. Im Studio klingt jeder Scheiß super, auf 10.000 Euro-Boxen hört sich alles nach Pink Floyd an – ist es aber noch lange nicht. Der Hardcore-Test ist der auf dem Rechner, durch die normalen Lautsprecher, nicht laut, und dann gucken, ob du alles hörst. Ein noch krasserer Tipp kam von Nick: Stell ein Radio leise, auf normale Zimmerlautstärke, und gehe in einen anderen Raum. Wenn du dann Schlagzeug und Gesang noch hörst, steht die Achse des Mixes.
Inzwischen laufen die Vorbereitungen für die Konzerte auf Hochtouren?
Das wird voll geil. Jetzt geben wir ja erst mal ein paar Radiokonzerte, auf denen wir die „Boombox“ komplett durchspielen, kein altes Lied. Das heißt aber auch, dass wir die Platte komplett und vor der Tour am Start haben - was auch noch nie so war - und werden dann ein komplettes Set drumherum bauen. Ich kann mir schon vorstellen, dass wir sieben, acht neue Stücke spielen, ein paar, die wir lange nicht gebracht haben und natürlich die Songs, die die Leute unbedingt hören wollen.
Gibt es sonst noch Rituale, wie du dich auf die Tour und das Tourleben vorbereitest?
Möglichst viel zu Hause zu sein, bei Freunden und mit der Familie. Sport machen. Mentale Vorbereitung ist für mich, den Ball so lang wie möglich flach zu halten. Wenn es dann losgeht, wird es verrückt. Ich kann ja nach Konzerten auch immer ganz schlecht schlafen und es fällt schwer, zur Ruhe zu kommen. Man muss einen Rhythmus finden, wenn man den hat, ist alles cool.
Was wird live der schwierigste Song?
Kann ich noch gar nicht genau sagen, im Proberaum lassen sie sich alle recht locker an, aber auf der Bühne wird das was komplett anderes. Ich glaube, die Dynamik von „Automatic“ hin zu bekommen wird nicht ganz so einfach. Das ist ja auch unser erster Fünf-Minuten Song, das könnte eine kleine Reise werden, aber auch die werden wir uns erspielen.
Das werden sie, denn schließlich werden Beatsteaks-Platten vor allen Dingen gemacht, damit man endlich wieder über die Bühnen dieser Welt toben kann. Der Ruf, eine der besten Live-Bands zu sein, kommt schließlich nicht von ungefähr.
Heimat: beatsteaks.com
Fotografie & Composing: Tim Klöcker / 103prozent.de
Styling: Alexandra Heckel / a lexandraheckel.com
Haare & Make/ Up: Arielle Troß / arielle-makeup.com
Fotoassistent: Oliver Schümers
Stylingassistentin: Constanze Eynck, Gute Fee: Birte Filmer
Danke für die Federn an Blumen Müller/ blumenmueller.de
INFO
(*) Von 48/49 zu Boombox oder:
Arnim zitiert hier folgenden Dialog mit Peter :„Ach kiek ma, ach kiek ma – das ganze Lied baut sich Sauerkeit auf. Also sitzt dir schon eine Laus quer in dem Moment wo ich sage, ich hab' dich nicht böse angeguckt und dann... PAMM!“.
Festgehalten auf der allerersten Platte „48/49“, zu der sich bei genauerer, um nicht zu sagen pingeliger, Betrachtung noch weitere Parallelen finden lassen: „Behavior“ erinnert in Inhalt und Form an die berühmte „Barfrau“, Ska-Einflüsse gibt es schon in „Me Against The World“, „48/49“ ist der Song zur Band und ihren Mitgliedern (bei „Automatic“ übrigens vorgetragen von Torstens Tochter Toni), die Band ist zwischen den Songs zu hören, deren Titel handschriftlich auf dem Albumcover notiert sind. „So bunt wie wir sind, so nah sind wir auch an der Wiederholung“ kommentiert Arnim schmunzelnd. „Fest steht: Wir werden immer eine Rock-Band bleiben“.
BEATSTEAKS: DIE DISKOGRAPHIE
1997 - 48/49
1999 - Launched
2001 - Living Targets
2004 - Smack Smash
2007 - Limbo. Messiah
2011 - Boombox
