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Im Tourbus mit
Madsen


Erst wenn die Omas mit euch rülpsen, seid ihr wirklich angekommen – auf Tour. Fragt mal Sascha von Madsen, die Herren stehen außerdem auf Furzkissen und den mysteriösen „Kackel-Dackel“. Vielleicht sollen die doch lieber alleine fahren?

Inwiefern habt ihr es leichter, den Touralltag zu bewältigen, weil ihr euch schon so lange und so gut kennt?
Das macht tatsächlich sehr viele Dinge einfacher. Es muss über vieles nicht mehr geredet werden. Wir kennen uns untereinander so gut und müssen uns über die Seltsamkeiten des anderen kaum mehr wundern...

In welcher Situation geht ihr euch auf Tour am meisten auf die Nerven?
Wenn wir uns langweilen – und das kommt auf Tour viel zu oft vor. Wir haben richtige Strategien entwickelt, uns gegenseitig zu nerven. Wir sind auch große Freunde von Scherzartikeln, von Furzkissen, falschen Zähnen, Perücken, Stinkbomben und so Zeug. Das kommt immer mit an Bord. Der neueste Renner ist der „Kackel-Dackel“. Sehr zu empfehlen!

Was war euer bisher bizarrstes Raststätten-Erlebnis?
Da gibt es tatsächlich viele, aber am schönsten fand ich, als neben uns ein Butterfahrt-Rentner-Bus gehalten hat, aus dem ein Haufen Omas ausgestiegen sind. Die eine hält direkt auf uns zu, stößt deutlich hörbar auf und sagt: „Oh, Entschuldigung, ich hab' Sodbrennen vom Saufen.“ Ich glaube, ihr war nicht bewusst, dass sie uns damit tief beeindruckt hat.

Was ist eure heimliche Tramper-Fantasie?
Ich habe ein bisschen Angst vorm Trampen. Ich traue mich das nicht. Unser Motto ist dann eher: „Mit dem Moped nach Madrid.“

Welches Nahrungsmittel wird auf Tour zu oft konsumiert?
Bier. Und wir haben uns angewöhnt, einen Sandwich-Maker mitzunehmen und uns nach dem Konzert einen riesen Haufen Aftershow-Sandwiches zu machen. Dabei streiten wir uns aber jedes Mal, ob da jetzt Pesto drauf muss oder nicht.

Wo hattet ihr eine unerwartet gute Show, obwohl alle Anzeichen zuvor auf „Weltuntergang“ standen?
Bei unserem ersten Hurricane Festival 2005 ist beim Line-Check kurz vor dem Auftritt die Orgel kaputt gegangen. Wir waren sowieso alle schon total aufgeregt und dachten dann: Jetzt ist es vorbei. Da kam der Backliner von Die Ärzte, hat das Ding aufgeschraubt und innerhalb weniger Minuten wieder zusammen gelötet. Wir haben also dem Backliner von DÄ unser erstes großes Festival-Heimspiel zu verdanken!

Heimat: madsenmusik.de


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