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Bild: Auf der Couch mit
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  • Fotograf: Vanessa Heins
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Auf der Couch mit
Dallas Green


Böser Junge und Schmusekätzchen: Dallas Green, das wandelnde Tätowiermagazin, trägt zwei Herzen in seiner Brust. Mit Leichtigkeit bearbeitet er bei Alexisonfire die Gitarre, während er zeitgleich als City And Colour die liebenswerteste Heulboje Kanadas gibt. Wir baten ihn, auf unserer Couch Platz zu nehmen, um seine beiden Persönlichkeiten etwas besser kennen zu lernen.

Ist City And Colour eine Art Ventil für eine Sensibilität, die du bei Alexisonfire nicht entfalten kannst?


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Als City And Colour kann ich zumindest persönlichere Texte schreiben, denn bei Alexisonfire versuchen wir, das zu fünft anzugehen und da steckt dann natürlich nur ein Fünftel von mir selbst drin.

Woher kommt die Motivation, gleichzeitig Post-Hardcore-Gitarrist und Singer/Songwriter zu sein?
Ich mochte schon immer laute und leise Musik gleichermaßen, aber das ruhige Zeug habe ich schon lange vor Alexisonfire gemacht. Außerdem bin ich in der Band auch immer derjenige gewesen, der die melodisch-ruhigeren Parts einbringt.

Was macht dir Angst?
Ich finde das ganze Leben ist auf seine Art beängstigend. Man weiß nie, was passiert und was die Zukunft bringen wird, doch eben das ist es ja irgendwie auch, was das Leben so interessant macht.

Was hat dich das letzte Mal traurig gemacht?
Ich habe kürzlich einen Song über die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko geschrieben. Ich hatte viele Fotos gesehen und Artikel darüber gelesen, das hat mich traurig gemacht. Ich kann ruhige Stücke ohnehin nur dann schreiben, wenn ich in dem Moment gerade traurig bin, glücklich funktioniert das nicht.

Würdest du dich selbst als sensiblen Typ beschreiben?
Ich denke schon, doch viel eher noch würde ich mich als emotional bezeichnen. Feinfühlig und respektvoll mit seinen Mitmenschen umzugehen, macht einen besseren Menschen aus dir. Klar kann ich auch mal die Nerven verlieren, allerdings bin ich dann trotzdem in der Lage, mich zu entschuldigen, wenn ich Mist gebaut habe.

In welcher Situation wärst du gerne tougher?
Ich glaube, wenn ich tough sein muss, dann kann ich es auch sein. Ich bin sehr ehrlich und wenn mir etwas nicht passt, sage ich das der jeweiligen Person auch direkt ins Gesicht. Ich kann also sensibel sein, aber dennoch meine Meinung äußern, das schließt sich nicht aus.

Warst du als Kind eher Eigenbrötler oder Draufgänger?
Ich war immer gern allein mit meiner Gitarre zu Hause, also schon eher ein Eigenbrötler, allerdings hatte ich trotzdem viele Freunde. Mit dem Skateboarden habe ich früh angefangen, aber als Draufgänger würde ich mich nicht bezeichnen. Das bin ich auch jetzt noch nicht.

War das Musikmachen für dich in der Jugend wichtig, um dich zu einer Gruppe zugehörig zu fühlen?
Nicht wirklich, ich habe mit acht Jahren angefangen, Gitarre zu spielen, da wusste ich noch nicht, was es bedeutet, beliebt zu sein. Meine Eltern haben mich damals dazu gebracht, Gitarrenunterricht zu nehmen, wohl weil sie selbst auch gern Musiker geworden wären.


Text: Sarah Gulinski
Heimat: cityandcolour.ca
Auch gut: „Little Hell“ - das neue Album von City And Colour


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