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Bild: Im Tourbus mit
  • Text: Christine Stiller
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Im Tourbus mit
Kakkmaddafakka


Die Vorhölle des Tourlebens? Das ist ganz klar der Schnarcherraum. Was einen da erwartet und was Heidelberger Toningenieure unterm Zahnfleisch tragen, erzählt euch Kakkmaddafakka-Sänger und Gitarrist Axel Vindenes, der während ihr das lest wahrscheinlich oben ohne und selig grunzend von R. Kelly träumt.


Ihr Jungs kennt euch zwar schon lange, doch welche schlechten Angewohnheiten des jeweils anderen sind nach wie vor eine wahre Nervenprobe?

Wir haben einige epische Schnarcher in der Band. Das ist das größte Problem, das beim Touren auftritt. Für gewöhnlich buchen wir zwei Zimmer in einem billigen Hotel und teilen die Band in zwei Gruppen nach Schnarchern und Nicht-Schnarchern auf. Kompliziert wird es, da manche gar nicht wissen, dass sie schnarchen. Das Schlimmste ist, wenn du morgens aufwachst und feststellst, dass dich jemand heimlich nachts beim Schlafen gefilmt hat... Mir ist das nur ein einziges Mal passiert: Ich war betrunken, es wurde aufgezeichnet und ich habe einen Monat gebraucht, bis ich wieder aus dem Schnarcherraum raus durfte. Es war die Hölle!

Welche Bestellung gebt ihr immer bei den Konzertveranstaltern auf? Was darf im Backstage nicht fehlen?
Wir sind da total pflegeleicht und haben keine großen Extrawünsche. Einer der Vorteile am Touren ist ja, neue Orte und für die Region typische Delikatessen kennen zu lernen. Es wäre doch langweilig, jeden Tag das Gleiche vorgesetzt zu bekommen. Natürlich haben wir aber unsere obligatorischen 72 Flaschen Bier und sechs Weinflaschen auf unserer Wunschliste. Es wäre hart ohne.

Welcher Gegenstand geht auf Tour am häufigsten verloren?
Wir verlieren ständig Klamotten. Das ist echt ärgerlich, wenn du da besonders dran gehangen hast. Oft sehen wir das entsprechende Kleidungsstück dann aber zu Hause bei jemand anderem aus der Band wieder. Einmal ist uns draußen vor dem Rotown in Rotterdam unser Bühnenbanner abhanden gekommen. Das Witzige daran ist: ein Jahr zuvor ist The Whitest Boy Alive dort angeblich genau das Gleiche passiert.


Was war eure bislang seltsamste Tourbekanntschaft?
Wir haben mal einen Toningenieur in Heidelberg kennen gelernt: Er hinkte, hatte silberne Haifischzähne und versuchte die ganze Zeit, uns mit Wodka zu bespritzen. Er war merkwürdig, aber auf eine nette Art.

Seid ihr jemals mit dem Gesetz in Konflikt geraten?
Wir haben unseren Van am Kölner Flughafen mal rückwärts in ein Airport-Security-Fahrzeug gesteuert, aber das hatte keine größeren Konsequenzen für uns.

In eurem heimlichen Tramper-Traum...
…würden wir gern R. Kelly an der Autobahn einsammeln. Sicher wäre es aber auch cool, in einem Auto mit Bill Clinton zu sitzen.

Text: Christine Stiller
Heimat: myspace.com/kakkmaddafakka


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