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Bild: Strange Boys
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  • Fotograf: Bekah Cope
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Strange Boys
Bessere Menschen


Stacheliger Rock’n’Roll mit Tarantino-Faktor ist für die Strange Boys aus Texas die schönste Nebensache der Welt.

„Wenn ich nie mehr spielen könnte, würde ich auch damit klarkommen bloß anderer Leute Musik anzuhören“, sagt Ryan Sambol. Mit anderer Leute Musik meint Sambol zum Beispiel Gilian Welch und Dave Rawlings, die er neulich zum ersten Mal live gesehen hat und die „schlicht unglaublich“ gewesen sein müssen.

Für die Strange Boys aus Texas geht die Reise also eindeutig in Richtung Roots, gerne auch mit der gefährlichen Schlagseite, die junge Bands fern der Heimat so verrufen macht wie alkoholisiertes Kirmespersonal. „Rock-Musiker zu sein stellt dich ziemlich schnell vor die Frage, ob du ein guter oder ein schlechter Mensch sein willst“, findet der Sänger. „Ich hab beides hinter mir und glaube dabei auch etwas gelernt zu haben. Ich bin jetzt wohl ein besserer Mensch, aber das war auch nicht immer der Fall.“ Wer sich das neue Album ’Live Music’ anhört, kann das aus gebotenem Sicherheitsabstand bestätigen: die Strange Boys klingen wie die größte kleine Band des Planeten, die es sich nicht leisten kann, auf der Bühne ihre Instrumente zu zerstören. Noch nicht. „Unsere Konzerte sind anders als unsere Platten“, weiß Ryan Sambol. Den Ruf als musikalischer Unruhestifter hat er sich mit seiner Band hart erarbeitet, und mit Blick auf die sprichwörtlichen Endlostourneen hat er gleich das nächste Ziel im Blick. Ranzige Kleinbusse und speckige Provinzclubs sind für Rock’n’Roll-Bands nur die Szenerie einer verschwendeten Jugend. „Aber für einen Schriftsteller gäbe das richtig Material.“

Text: Ralph Krüger
Heimat: myspace.com/thestrangeboys


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