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Text:
- Fotograf: Erik Weiss
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The BossHoss
Zwischen Überlin und Internashville
Seit guten sechs Jahren bedienen die Hauptstadtcowboys von The BossHoss jedes Urban-Outlaw-Klischee bis zum Absatteln: endlose Freiheit auf schweren Maschinen, verschwitzte Ganzkörperjeansoutfits plus oldschoolige Stetson-Hüte und liebevoll gepimpten Fahrtwindsound zwischen Rinderscheune und Trinkhalle. Mit ihrem brandneuen Langeisen ’Liberty Of Action’ holen Boss Burns und Hoss Power aus - zum Befreiungsschlag aus dem wilden Osten.
Hey now! Rodeotime oder wieder nur Ballern auf verbeulte Blechbüchsen? Irgendwie beides, was The BossHoss auf Studioalbum Nummer fünf zum Abschuss freigeben: Statt sich ausschließlich auf große Remakes zu beschränken, hat sich die berüchtigte BH-Bande auf ’Liberty Of Action’ neu gesammelt und gesamplet. Und zwar die größten Zitate der Rock’n’Roll-History, die man(n) auf Songs wie ’Don`t Gimme That’ oder ’Sex On Legs’ mit reichlich eigenen Stimmungssongs zwangsverheiratet hat.
The BossHoss meets Elvis, James Brown oder Cypress Hill, Rammstein, Motörhead und die Eagles Of Death Metal. “Alles ganz my-way-on-the-highway-mäßig“, wie man berichtet. Stilistische Goldgräber in Partystimmung zwischen Bräuten, Blues und blütenweißen Wifebeatern.
Immer im Vordergrund: „Die Einflüsse, die in den letzten Jahren über uns hergefallen sind“, erzählt der Boss. Country, Rock, Pop, Soul und sogar Calypso zwischen Berlin, Germany, und Austin, Texas, wohin man sich fürs Songwriting zurückzog. „Wenn man sieben Jahre mit Cowboyhut nur durch Berlin rennt und dann nach Texas kommt, ist das eine ganz andere Nummer. Endlich da, wo wir eigentlich hingehören. Zuhause!“
Tausend neue Ideen warten an jeder Ecke für den Spaghettiwesternhit namens The BossHoss. Mit dem immergleichen Ziel: „Country-Mucke, Southern Rock und Blues so zu verbinden, dass es nicht peinlich oder schnarchig ist. Unsere erste Platte hieß `Internashville Urban Hymns`, diesmal gehen wir noch einen Schritt weiter“, wie auch die Teilnahme an der Talentshow ’The Voice Of Germany’ demonstriert, in der Boss und Hoss als Juroren antreten.
„Statt die Leute wie sonst in einer schlechten Freakshow öffentlich zu entblößen, werden die Musiker bei `The Voice` mit unserer Hilfe gefördert! Die Jury und das Coaching-Team bestehen aus respektablen, ernsthaften Kollegen und nicht aus semiprominenten Fussballerfrauen oder so genannten Produzenten, die noch nie selbst einen einzigen Song gesungen haben. Zusammen mit DJ Ötzi oder anderen Alleinunterhaltern hätten wir uns dort wahrscheinlich nicht hingesetzt. Das ist der große Unterschied.“
Text: Nicko Emmerich
Heimat: thebosshoss.com
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