- Text: Florian Hayler
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Ein bisschen Spaß muss sein
Stadion-Bands und ihre Seitenprojekte
Zwar haben auch etablierte Superstar-Bands Bock auf Experimente und neue musikalische Abenteuer, um sich aber komplett austoben zu können, gründen Stadion-Combos wie beispielsweise Beatsteaks oder Die Toten Hosen lieber lustige Seitenprojekte.
Die Toten Hosen hatten 1987 die geniale Idee, ihrer leichten Orientierungslosigkeit nach der "zu glatten" "Damenwahl" als Roten Rosen ein paar deutsche Schlagerhymnen wie "Im Wagen Vor Mir" oder "Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu-Strand-Bikini" durch den Punk-Wolf zu drehen. Das Ergebnis: Das Roten Rosen-Album "Never Mind The Hosen, Here's Die Roten Rosen" wurde zur bis dato erfolgreichsten Toten Hosen-Scheibe und die Clubs mussten im Anschluss eine Nummer größer gebucht werden. Eine Reunion der Roten Rosen gab es im Winter 1998, als die Toten Hosen unter ihrem Pseudonym und mit lustigen Schnauzbärten verkleidet ein Album voll mit Weihnachtsliedern einspielten, der Titel: "Wir Warten Auf's Christkind".
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Die Beatsteaks intonierten als Die Roys nicht nur ein paar Sixties-Hits, sie wechselten auch die Instrumente. Sänger Arnim wurde zum Schlagzeuger umfunktioniert, Gitarrist Bernd/Roy Kurtzke bediente das Keyboard, Drummer Thomas die Gitarre und Gitarrist Peter/Roy Baumann mutierte zum Sänger. Lediglich Bassist T. Scholz blieb auch der Bassist T. Scholz. Die Roys aus Berlin-Treptow intonierten Sechziger-Hits wie "Diana" und "Heart Of The City" für die B-Seite der Beatsteaks-Single "Jane Became Insane" und konnten mit "Pretty Fucked Up" ein Cover der unerreichten Supersuckers auf der Beatsteaks-EP "Demons Galore" verankern. Die Roys spielten in ihrer Karriere drei Konzerte: Eins auf der Beatsteaks-Silvesterparty 2007/2008 sowie jeweils im Anschluss an Konzerte der Beatsteaks im Vorraum der Stadthalle in Zwickau und im Rosengarten zu Mannheim. Die Roys haben sich mittlerweile aufgelöst.
