- Text: Christine Stiller
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Auf der Couch mit
Sahara Hotnights
Mädchen sind übersensibel, zickig und können nicht rocken. Wenn sie wie diese schwedischen Vorzeigedamen auch noch blendend aussehen, sind solche Vorurteile sicher an der Tagesordnung. Allerdings spielen die vier von Sahara Hotnights schon seit 15 Jahren gemeinsam in einer Kapelle und haben es offenbar irgendwie gepackt, den seelischen Stress bis zum heutigen Tage (und mittlerweile vierten Album) relativ gering zu halten. Um herauszufinden, wie so was möglich ist, setzten wir Frontfrau Maria und Schlagzeugerin Josephine mal auf unsere hauseigene Besetzungscouch.
Mit welchen Vorurteilen müsst ihr euch als reine Mädchenband herumplagen?
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Maria: Zum Beispiel die Frage eines deiner Kollegen, ob wir unsere Instrumente überhaupt selbst einspielen würden. Ich glaube, viel wusste er nicht über uns und hat uns deshalb auch gleich in einen Topf mit einer anderen Kapelle geschmissen, wo so etwas angeblich gang und gäbe sein soll. Männer denken manchmal so. Das beleidigt uns nicht, aber ja, man bekommt solche Fragen gestellt.
Josephine: Und das wird auch NIEMALS aufhören!
Mädchen auf engstem Raum zusammenzupferchen, soll ja unweigerlich zu Problemen führen. Mit welchem Bandmitglied würdet ihr nie eine WG eröffnen?
Josephine: Jennie (Gitarre) gibt Unmengen an Geld für eine tolle Inneneinrichtung aus, ist total reinlich und eine absolute Putzfanatikerin. Sie weiß genau, wie alles aussehen soll und das gäbe dir im selben Moment ständig das Gefühl, du hättest etwas falsch gemacht. Das würde nicht gut gehen.
Inwiefern ist es praktisch, eine weibliche Vorherrschaft in der Band zu haben?
Maria: Mädchen sind doch Multitasking-fähig. Wir können also zig Dinge auf einmal erledigen, was Männer vielleicht nicht so drauf haben.
In welcher Situation würdet ihr euch einen Mann in der Band wünschen?
Maria: Eigentlich nie. Aber Männer haben ja bekanntlich 30 Prozent mehr Muskelkraft als Frauen. Das ist nun mal so. Wir sind ja allerdings auch nicht alleine auf Tour, mit den Jungs in der Crew verteilt sich das gut. Die tragen dann auch die schweren Sachen für uns.
