- Text: Florian Hayler
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Ich will zurück auf die Straße mit
Subway to Sally
Jeder halbwegs erfolgreiche Rockstar fängt mal klein an, oder noch besser: auf der Straße, als Stadtmusikant. Mit ein bisschen Talent und sympathischem Auftreten lässt sich die eine oder andere Silbermünze in den Hut zaubern, davon wissen auch Subway To Sally ein Lied zu singen. Wir baten die Potsdamer um ein paar hilfreiche Tricks und Kniffe, wie und vor allem WO man sich als Straßenmusiker platzieren sollte, um mit möglichst gepolsterten Taschen den Heimweg antreten zu können.
1. Stop:
Ganz klar: Die städtische Fußgängerzone. Hier verbringen babysittende Mütter genauso ihre Vormittage wie neureiche Arbeitssuchende und natürlich die Kernzielgruppe eines jeden Musikanten: Rentner. Subway To Sally ernten mit ihren drei Songs ordentlich Applaus und haben nach rund zehn Minuten Spielzeit schon den ersten Schein im aufgeklappten Gitarrenkoffer. Tipp von Frontmann Eric: Vor dem ersten Lied ein paar Köder in Münzenform im Hut platzieren, damit's auch ordentlich klingelt im Beutel.
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2. Stop:
Die städtischen Touristenmagneten wie Schlösser, Museen oder Peepshows. Die ortskundigen Subway To Sally platzieren sich natürlich direkt vor dem Schloss im Park Sanssouci, um dort einer Horde Grundschulkinder ordentlich den Marsch zu blasen und einen weiblichen Teenie beim Anblick ihrer Idole in hyperventilierendes Kreischen zu versetzen. Aber Vorsicht: Hochfrequentierte Sehenswürdigkeiten sind unter Musikanten heiß begehrt, da heißt es: früh aufstehen und die besten Plätze sichern. Nicht dass euch so ein debiler Dorfflötist die besten Hotspots streitig macht!
3. Stop:
Der städtische Hafen, allerdings NUR im Sommer. Heerscharen ausflugswütiger Rentner bevölkern die Stege und Landungsbrücken, um an einer dieser sterbenslangweiligen Hafen- oder Seerundfahrten teilzunehmen. Unsere heutigen Stadtführer bewegen mit ihren Hits eine Busladung sächsischer Pensionäre zum Mitwippen und lang anhaltenden Szeneapplaus, der in einem Klingelfest selten gehörten Ausmaßes gipfelt.
Fazit:
Rund 30 Euro haben Subway To Sally innerhalb kürzester Zeit erspielt, tosenden Applaus geerntet, den ein oder anderen neuen Fan gewonnen und sogar alte Bekannte wiedergetroffen. Der gesamte Erlös dieser Aktion wird natürlich gespendet. Ehrenwort!
