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Bild: Auf der Couch mit
  • Text: Christine Stiller
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Auf der Couch mit
Samavayo


In den elitärsten Ballettschulen erkennt man die besten Tänzer angeblich daran, dass sie sich stets am Geländer festkrallen, um nicht von eifersüchtigen Konkurrenten die Treppe runter geschubst zu werden. Gibt es so viel Zickenkrieg auch im Musikzirkus? Die Coca-Cola Soundwave Discovery Tour-Gewinner Samavayo aus Berlin wüssten zwar, wie sie ihre Gegner mit halbfairen Mitteln Schachmatt setzen könnten, besinnen sich aber nach acht Jahren Bandgeschichte lieber ganz klassisch auf die eigenen Stärken, wie uns Gitarrist Marco Wirth und Bassist Andreas Voland verraten.

Die Coca-Cola Soundwave Discovery Tour-Gewinner Samavayo aus Berlin wüssten zwar, wie sie ihre Gegner mit halbfairen Mitteln Schachmatt setzen könnten, besinnen sich aber nach acht Jahren Bandgeschichte lieber ganz klassisch auf die eigenen Stärken, wie uns Gitarrist Marco Wirth und Bassist Andreas Voland verraten.


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Hattet ihr von vornherein genug Selbstvertrauen, um zu glauben, es bei der Soundwave-Tour bis zum Sieger bringen zu können?
Andreas: Zunächst galt es, das Online-Voting zu überstehen, und das ist nicht so leicht, denn man kann die musikalischen Vorlieben der Leute schlecht prognostizieren. Deshalb haben wir uns auf die Live-Gigs gefreut, denn wir wussten: Darin liegt unsere Stärke.

Wie seid ihr mit Zickenkriegen unter den konkurrierenden Bands umgegangen?
Andreas: So was gab es gar nicht. Wir haben uns gut mit den anderen Bands verstanden und uns außer etwas Smalltalk ja im Grunde auch mehr auf uns selbst konzentriert.

Natürlich rein hypothetisch: Wenn ihr mal einen Konkurrenten im Wettbewerb mit unlauteren Methoden ausschalten müsstet, was würdet ihr tun?
Andreas: Man könnte sie ins iranische Restaurant einladen und ihnen die iranische Fleischfolter geben. Nach tellerweise totem Tier kann sich keiner mehr bewegen.

Wie welche Kapelle wollt ihr nicht enden?
Andreas: Wie die Babyshambles, obwohl sie gute Musik machen, erscheint mir das Drumherum für jegliche Form der Weiterentwicklung eher hinderlich zu sein.

Meint ihr, eine ganz junge Nachwuchsband würde so ein Wettbewerb weiterbringen?
Marco: Ich würde keiner ganz jungen Band wünschen, dass sie so etwas gewinnt. Wenn man nämlich aus dem Kalten vor 30.000 Leuten spielen muss, einen schlechten Tag erwischt und verkacken sollte, schmeißt man danach vielleicht schnell das Handtuch. Das kann ein ganz schöner Gehirnfick sein, wenn tausende Leute die rote Karte zeigen und sagen: „Verpisst euch!“

Ist euch so was schon mal passiert?
Marco: Nein, aber als wir mal einen Gig in Magdeburg vor zwei Leuten spielten und danach auch noch feststellen mussten, dass man uns parallel zum Konzert unsere Klamotten aus dem Bus geklaut hatte, war das schon ein surreales Erlebnis.

FAZIT
Von Samavayo lernen, heißt fürs Leben lernen, liebe Nachwuchskapellen: Um sich der eigenen emotionalen Stärke bewusst zu werden, sollte jede aufstrebende Band zumindest einmal vor einer einstelligen Besucherzahl gespielt haben. Mit ihrer langjährigen Erfahrung und einem grundsoliden Maß an Selbstvertrauen sind Samavayo eine Siegerband wie aus dem Bilderbuch. Und wenn doch mal alle Stricke reißen sollten, wissen sie, wo der nächste Fleischspieß brät.

Auch gut: „Wait“ – die aktuelle Single von Samavayo

Auch interessant:
Nach Live-Auftritten bei den großen Festivals und einem letzten von ganzen 700.000 Zuschauern besuchten Gig am Tag der Deutschen Einheit vor dem Brandenburger Tor konnten die Jungs von Samavayo die Coca-Cola Soundwave Discovery Tour 2008 für sich entscheiden. Im abschließenden Online-Voting der letzten drei Finalisten setzten sie sich gegen The Folks und in einem sehr knappen Kopf-an-Kopf-Rennen auch gegen Mr. Virgin & His Love Army durch und ließen mit diesem Sieg insgesamt 1.200 Konkurrenten hinter sich. Als Gewinner der diesjährigen Entscheidung sind Samavayo schon jetzt als Headliner für die Coca-Cola Soundwave Discovery Tour 2009 gesetzt. Wie auch ihr euch bewerben könnt, erfahrt ihr im Netz: coca-cola.de


Weitere Infos:

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